Revista / Zeitschrift 2025-02 | Cámara de Comercio Alemana para España | AHK

23 economía HISPANO - ALEMANA Nº 2/2025 bereits aktiv mitgestalten. Unser Werk hat seine Produktionslinien angepasst, um elektrische Versionen unserer Modelle eVito und EQV zu integrieren. Das bedeutet nicht nur technologische Weiterentwicklung, sondern auch intensive Schulung unserer Teams. Ab nächstem Jahr starten wir zudem mit der Produktion der neuen elektrischen Großraumlimousinen VLS und VLE – damit beginnt in der E-Mobilität eine neue Epoche.“ Dieser Übergang beschränkt sich nicht nur auf den Ersatz von Verbrennungsmotoren durch Elektromotoren, wie Krottmayer hinzufügt, sondern „er betrifft die gesamte Wertschöpfungskette: von der Entwicklung und Beschaffung bis hin zur Endmontage und Qualitätskontrolle. Für uns ist die Elektrifizierung eine Chance, unsere industrielle Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und die Zukunft der Fabrik in einem zunehmend anspruchsvollen und regulierten Umfeld zu sichern. Seit mehr als 10 Jahren setzen wir auf die Nutzung erneuerbarer Energien, die Reduzierung von Emissionen in unseren Anlagen und die Optimierung des Ressourceneinsatzes: Wir möchten, dass jedes hier in VitoriaGasteiz hergestellte Elektrofahrzeug einen weiteren Schritt in Richtung emissionsfreier Mobilität darstellt.“ Institutionelle Unterstützung Die im Nationalen Integrierten Energie- und Klimaplan (PNIEC) vorgesehenen 60 Milliarden Euro für die Elektrifizierung Spaniens könnten in der Mobilitätsbranche jährlich über 11 Milliarden Euro BIP generieren und das Wirtschaftswachstum unseres Landes in den kommenden fünf Jahren um 1,94% pro Jahr steigern. Dies wurde bei der Präsentation des Wirtschaftsberichts von AEDIVE, dem spanischen Verband zur Förderung der Elektromobilität, im Rahmen des Weltenergieeffizienz-Tags hervorgehoben. AEDIVE war zudem kürzlich an der Präsentation der Studie „Global EV Outlook 2025“ der Internationalen Energieagentur (IEA) beteiligt. Die Organisation betont: „Wir glauben, dass Spanien eine einmalige Chance hat, sich zu einem führenden europäischen Industriezentrum für Elektromobilität zu entwickeln, da das Land über alle dafür notwendigen Voraussetzungen verfügt: Herstellung verschiedenster Elektrofahrzeuge (Zwei- und Vierräder), Aufbau und Produktion von Ladeinfrastruktur, Leistungselektronik und zugehöriger elektrischer Ausrüstung sowie Entwicklung stationärer Energiespeicherlösungen. Hinzu kommen mehrere Gigafactory- und Batterie-Recycling-Projekte.“ Ergänzt wird das Paket durch „kritische Rohstoffe, über die Spanien verfügt, wie Lithium, Kupfer, Wolfram und Kobalt – um nur einige zu nennen. In diesem Zusammenhang sei auch an die sieben von der Europäischen Union als strategisch eingestuften Projekte erinnert.“ Um dieses Potenzial auszuschöpfen, gilt es jedoch, drei zentrale Herausforderungen zu bewältigen: „Man muss die Desinformation bekämpfen, die bei Teilen der Bevölkerung gegenüber dem Elektrofahrzeug weiterhin besteht; Verwaltungsprozesse auf allen Ebenen vereinfachen und gleichzeitig mehr Transparenz über die verfügbare Netzleistung der Stromversorger schaffen; sowie Steuervorteile für Privatpersonen und Unternehmen anbieten, um den Umstieg auf Elektromobilität zu erleichtern.“ w Quelle: ANFAC (Barometer für Elektromobilität) Die ultraschnelle Option Das Ministerium für Verkehr und nachhaltige Mobilität hat ein ehrgeiziges Pilotprogramm gestartet, um acht Rastanlagen mit ultraschnellen Ladestationen entlang des staatlichen Fernstraßennetzes einzurichten. Diese Anlagen sollen in den Provinzen Asturien, Kantabrien, Saragossa, Córdoba, Madrid, Cuenca, Valencia und Barcelona entstehen und auf untergenutzten Flächen gebaut werden – etwa auf ehemaligen Rastplätzen oder rückgebauten Mautstationen. Entwicklung der Ladeinfrastruktur in Spanien 2019 45.000 40.000 35.000 30.000 25.000 20.000 15.000 10.000 5.000 0 2020 2021 2022 2023 2024 7.020 8.545 13.411 18.128 29.301 38.725 Foto: Moeve

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