Revista / Zeitschrift 2025-02 | Cámara de Comercio Alemana para España | AHK

22 economía HISPANO - ALEMANA Nº 2/2025 „Die Montage der ersten Batteriesysteme in unserem neuen Werk und die Vorserienproduktion von Karosserieteilen mit der neuen PXLPresse sind ein wichtiger Meilenstein“, ergänzt Haupt. „Mit diesen Fortschritten stärken wir unsere Führungsrolle bei der Entwicklung der urbanen Elektrofahrzeuge des Volkswagen-Konzerns – mit dem Ziel, Elektromobilität für alle zugänglich zu machen. Dieser Wandel geht über das Auto hinaus: Es handelt sich um einen Epochenwechsel, der nicht nur die Zukunft von SEAT S.A., sondern auch die Zukunft unserer Branche und unseres Landes prägen wird. Wir wollen Motor des Wandels hin zur Elektromobilität sein und Spanien zu einem Zentrum der E-Mobilität in Europa machen.“ Im Fall der Marke Volkswagen ist insbesondere das Werk in Landaben (Navarra) hervorzuheben, wo künftig zwei Stadt-SUVs der Marken Škoda und Volkswagen montiert werden. Beide Projekte sind Teil der Investition in Höhe von 7 Milliarden Euro, die der Volkswagen-Konzern zur Förderung der Elektromobilität in Spanien tätigt. Das „Kronjuwel“ der Elektrifizierung in Spanien des deutschen Konzerns ist allerdings die Gigafabrik für Batteriezellen, die in Sagunto (Valencia) gebaut wird. Francisco Pérez Botello, Präsident von Volkswagen Group España Distribución und Vizepräsident der Deutschen Handelskammer für Spanien, betont: „Die Förderung der Elektromobilität muss entschlossener vorangetrieben werden, indem Hürden abgebaut werden und mit Mythen aufgeräumt wird. Die Fakten sprechen für sich: Elektroautos verursachen geringere Nutzungskosten als Verbrenner, es gibt ausreichend Ladestationen für den aktuellen Fahrzeugbestand, und die heutigen Batterien bieten Reichweiten, die mit Verbrennern vergleichbar sind.“ Im Bereich Batterien errichtet PowerCo, eine Volkswagen-Tochter, die Südeuropa-Gigafactory in Sagunto mit dem Ziel, Energiespeicher zu produzieren, die „zur Netzstabilität beitragen, Lastspitzen ausgleichen und rund um die Uhr verlässliche Energie bereitstellen“. Bernd Krottmayer, Geschäftsführer von Mercedes-Benz Vitoria, hebt hervor, dass „die Elektrifizierung des Automobilsektors einen tiefgreifenden und strategischen Wandel bedeutet, den wir Quelle:ANFAC Elektrifizierung des europäischen Marktes SPANIEN 11,4% PORTUGAL 33,4% FRANKREICH 25,4% VEREINIGTES KÖNIGREICH 28,1% DEUTSCHLAND 20,3% ITALIEN 7,6% EUROPÄISCHER DURCHSCHNITT 20,7% Foto: Mercedes Benz Die geopolitische Dimension Das Real Instituto Elcano hat sich mit der „geopolitischen Variable“ dieses global bedeutsamen Themas befasst. Der Beitrag über „Die Lage der Elektroautoindustrie, den wachsenden Einfluss chinesischer Exporte und die Auswirkungen des amerikanischen Inflation Reduction Act auf europäische Hersteller“ ist eine treffende Analyse in einer Zeit, in der chinesische Marken wie BYD in einem zunehmend von Zöllen geprägten Umfeld auf den europäischen Markt drängen. Wie es im Beitrag heißt: „Das Elektroauto ist heute eines der aktivsten Spielfelder der globalen Industriepolitik und steht im Zentrum eines gefährlichen Subventionswettlaufs, angetrieben durch den US-amerikanischen Inflation Reduction Act (IRA). Dabei ist der Automobilsektor einer der tragenden Pfeiler der europäischen Industrie und für über 7% des BIP der EU verantwortlich.“ Zu den Schlussfolgerungen der Analyse gehört: „Auch wenn die EU über die steigenden Exporte chinesischer Fahrzeuge sowie Chinas Kontrolle vieler kritischer Rohstoffe für die Batterieproduktion zunehmend besorgt ist, scheint Brüssel nicht bereit, einen Handelskrieg mit China zu riskieren, der großen Schaden anrichten könnte. Die von der EU-Kommission eingeleitete Antisubventionsuntersuchung ist vielmehr als Warnsignal an die chinesische Regierung zu verstehen, dass sie über die künftige Entwicklung der Handelsströme verhandeln muss – andernfalls sind härtere Maßnahmen nicht ausgeschlossen.“

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