20 economía HISPANO - ALEMANA Nº 2/2025 Ladeinfrastruktur – das ungelöste Problem Möglicherweise ist es gerade die Ladeinfrastruktur, die das Verkaufspotenzial für Elektrofahrzeuge bestimmt; dazu kommt der höhere Preis im Vergleich zu gleichwertigen Verbrennermodellen. Laut Anfac wurden in den ersten drei Monaten des Jahres 2025 insgesamt 7.633 neue Ladestationen installiert, womit die Gesamtzahl auf 46.358 stieg – ein Zuwachs von 20% im Vergleich zum Jahresende 2024. Weitere 13.072 Ladestationen sind derzeit noch nicht in Betrieb. Um die Flut an Informationen über Ladestationen für Nutzer zu vermeiden, hat das Ministerium für ökologischen Wandel und demografische Herausforderungen gerade die Karte REVE (Netzwerk von Ladestationen für Elektrofahrzeuge) eingeführt, auf der mehr als 80% der öffentlichen Ladestationen und ihre Eigenschaften geografisch verzeichnet sind. Dank der REVEKarte – entwickelt vom Netzbetreiber Red Eléctrica und gespeist mit Daten von über 180 Betreibern – können Verbraucher in Echtzeit Verfügbarkeit, technische Merkmale und Preise von über 25.600 Ladestationen abrufen. Wie May López, Entwicklungsleiterin bei Unternehmen für nachhaltige Mobilität, betont: „Auch wenn die Ladeinfrastruktur in Spanien, wie die Daten zum durchschnittlichen Verbrauch zeigen, für die derzeitige Flotte überdimensioniert ist, gibt es Verbesserungspotenzial, besonders, wenn wir an den Tourismus denken. Wie wir im 4. OBS-Bericht zur Elektromobilität in Spanien festhalten, müssen wir die Inbetriebnahmezeiten beschleunigen, die derzeit dreimal so lang sind wie in anderen europäischen Ländern. Zudem ist es eine Tatsache, dass die Infrastruktur für schwere Nutzfahrzeuge erst noch entwickelt werden muss.“ Doch nicht alle Steckdosen sind gleich: Ladeleistung und -geschwindigkeit sind entscheidend, damit der Ladevorgang nicht zur Geduldsprobe wird, insbesondere bei längeren Strecken. Was die Qualität angeht, so bieten derzeit nur 30% der öffentlich zugänglichen Ladestationen eine Leistung von über 22 kW und sind damit weit entfernt vom Anfac-Zielwert von 47% bis 2025. Das bedeutet: 70% der öffentlich zugänglichen Ladestationen sind mit geringer Leistung ausgestattet und haben deshalb sehr lange Ladezeiten. Zugleich gibt es weniger als 4.000 „Schnellladestationen“ mit einer Leistung von mindestens 150 kW. Dies, so die in Spanien ansässigen Autohersteller, sei „ein entscheidender Aspekt für die Etablierung des Elektroautos als Allzweckfahrzeug“, entgegen der derzeitigen Wahrnehmung, dass es als Zweit- oder Drittwagen eines Haushalts und für den Einsatz in städtischen Gebieten gedacht ist. Das Unternehmen Moeve hebt seine „Führungsrolle im Bereich der ultraschnellen Elektromobilität an Tankstellen“ hervor, da es „über mehr als 100 Tankstellen mit ultraschnellen Ladestationen Quelle: Ideauto basierend auf Daten der spanischen Straßenverkehrsbehörde DGT Entwicklung des Marktes für Elektro-Pkw Bereit für das neue Zeitalter José López-Tafall, Generaldirektor des spanischen Automobilverbands ANFAC, erklärt: „Wir befinden uns in einer entscheidenden Phase, die unsere Rolle im neuen Zeitalter elektrischer, autonomer und vernetzter Fahrzeuge bestimmen wird. Die europäischen Unternehmen und Marken bereiten sich schon seit Jahren auf dieses Auto der Zukunft vor, indem sie ihre Werke, Technologien und Modelle entsprechend anpassen – doch sie können den Übergang nicht allein schultern.“ ANFAC hat der spanischen Regierung daher den Plan „España Auto 2030“ vorgelegt, „den wir mit dem Ziel entwickeln, die Wettbewerbsfähigkeit der nationalen Automobilindustrie mittel- und langfristig zu sichern. Zu diesem Zweck haben wir uns für einen Plan entschieden, der auf einem Konsens basiert, mit gemeinsamen Zielen und einer gemeinsamen Vision aller Beteiligten.“ 2021 2022 2023 2024 4,8% 5,0% 5,9% 6,5% 5,4% 5,6% 5,8% 3,8% 2,8% 9,6% 12% 11,4% PHEV: : Plug-in-Hybride BEV: Reine Elektrofahrzeuge Foto: Moeve
RkJQdWJsaXNoZXIy NjIyODI=