Revista / Zeitschrift 2025-02 | Cámara de Comercio Alemana para España | AHK

19 economía HISPANO - ALEMANA Nº 2/2025 Elektrifizierung schreitet voran. Langsam – wie in Spanien. Zügig – wie in Deutschland. Oder wie eine Rakete, wenn man in die nordischen Länder blickt, insbesondere nach Norwegen. In Spanien steigen die Verkaufszahlen von Elektroautos zwar Monat für Monat, bleiben aber weiterhin fast marginal. Im Jahr 2024 wurden dem spanischen Verband der Auto- und Lkw-Hersteller (Anfac) zufolge 65.500 vollelektrische Fahrzeuge verkauft – das entspricht einem Marktanteil von 5,4%, nahezu identisch wie im ersten Quartal 2025. Im selben Zeitraum wurden laut Daten des europäischen Automobilherstellerverbands ACEA in der EU 1,44 Millionen Elektroautos verkauft – bei insgesamt 10,6 Millionen Fahrzeugen entspricht das einem Marktanteil von knapp 14%, der fast dreimal so hoch ist wie der in Spanien. Im Zeitalter der Nachhaltigkeit ist das eine notwendige Investition in die Zukunft, denn zu den offensichtlichen Vorteilen von Elektroautos zählt nicht nur die Reduzierung der CO2-Emissionen, sondern auch die der Lärmbelästigung, da die Motoren der E-Fahrzeuge viel leiser sind als Verbrennungsmotoren. Ein weiterer großer Vorteil für Nutzer sind deutlich geringere Betriebskosten im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Strom ist in der Regel günstiger als Benzin oder Diesel. Darüber hinaus sind die Werkstattkosten für ein Elektroauto deutlich geringer, da dieser Motortyp kaum Wartungsarbeiten erfordert. Laut dem aktuellen, vierteljährlich veröffentlichten Elektromobilitätsbarometer von Anfac erreichte der Gesamtindikator für Elektromobilität im ersten Quartal 2025 folgende Werte: Gemessen an einem Basiswert von 100 lag Spanien bei 17,1 Punkten, der EU-Durchschnitt bei 30,1 und Deutschland bei 33,8. Im oberen Bereich lagen die Niederlande mit 84 Punkten und Norwegen erreichte mit 111 die Spitzenposition. In Spanien führt Navarra das Ranking mit 23,5 Punkten an, gefolgt von Madrid (23,3) und Katalonien (21,7). Der Index berücksichtigt sowohl die Verbreitung von Elektrofahrzeugen als auch die Anzahl der Ladestationen. Die Foto: SEAT Ladestation zu Hause „Wenn Elektroautos erst einmal erschwinglicher werden“, erklärt May López, „beginnt die Demokratisierung der Elektromobilität mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum. In Spanien leben rund 64,6% der Bevölkerung in Wohnungen, und nur drei von zehn Fahrzeugen haben über Nacht Zugang zu einer Lademöglichkeit. Die Erfahrung in Europa zeigt jedoch: Es ist machbar. Und das führt zu einem exponentiellen Anstieg der Akzeptanz von Elektrofahrzeugen. Denn wenn das Aufladen zu einem ebenso zugänglichen städtischen Dienst wie die Straßenbeleuchtung wird, wird es auch zu einem Motor echten gesellschaftlichen Wandels.“

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