Revista/Zeitschrift 2025-01 | Cámara de Comercio Alemana para España | AHK Spanien

37 economía HISPANO - ALEMANA Nº 1/2025 In einer Zeit, in der sich gezeigt hat, dass Medikamente von strategischem Wert sind, positioniert sich Spanien als eines der europäischen Länder mit dem größten Produktionspotenzial. Vielleicht können Sie uns als Spanierin an der Spitze eines deutschen Familienunternehmens die immer größer werdende Nachfrage seitens deutscher Unternehmen nach spanischen Fachkräften erklären? Auch haben immer mehr deutsche Unternehmen in den letzten Jahren wichtige technologische Hubs hier in Spanien gegründet, um sich mit gut ausgebildeten Fachkräften zu versorgen. Wie bewerten Sie dies? Die steigende Nachfrage deutscher Unternehmen nach spanischen Fachkräften spiegelt die hohe Wertschätzung für deren Qualifikationen wider, insbesondere in Bereichen wie Wissenschaft, Technologie und Ingenieurwesen. Dank der Arbeit der spanischen Universitäten und Forschungszentren verfügen wir zunehmend über Fachkräfte mit Fähigkeiten, die von deutschen Unternehmen sehr geschätzt werden. Spanien hat bei der Ausbildung seiner Fachkräfte erhebliche Fortschritte gemacht und sich an die Anforderungen eines globalisierten und digitalisierten Marktes angepasst. Merck setzt sich auch für die Ausbildung wissenschaftlicher Talente ein. In unserer spanischen Tochtergesellschaft fördern wir Programme, mit deren Hilfe Wissen in Bereichen aktualisiert werden kann, die sich ständig weiterentwickeln, wie z. B. die Nutzung von Daten. Gemeinsam mit Partnern wie IBM und der Universität von Navarra fördern wir das Programm Smart Health Awareness, mit dem wir Fach- und Führungskräften im Gesundheitswesen Schulungen in KI und Big Data anbieten, um die digitale Transformation voranzutreiben und so zur Nachhaltigkeit des spanischen Gesundheitssystems beizutragen. Dabei ist die Einrichtung von Technologiezentren jedoch nicht nur eine Reaktion auf verfügbare Fachkräfte, sondern auch auf Faktoren wie wettbewerbsfähige Kosten und ein wachsendes Innovationsökosystem. Dieser Trend stärkt sowohl die deutschen Unternehmen als auch die spanische Wirtschaft und schafft einen positiven Kreislauf der Zusammenarbeit. Als global agierendes Unternehmen muss sich Merck nicht nur wirtschaftlichen, sondern auch gesellschaftlichen Herausforderungen stellen. Welche dieser zukünftigen Herausforderungen betrachten Sie als besonders dringlich, und welche nächsten Meilensteine strebt Merck in den verschiedenen Geschäftsbereichen an? Merck hat sich schon immer von familiären Werten leiten lassen. Dies hat uns zu unserem Ruf verholfen, in Europa und der ganzen Welt einer der besten Arbeitgeber zu sein. Wir wollen ein förderliches Umfeld schaffen, das jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter die Möglichkeit bietet, sich zu entwickeln, einen eignen Beitrag zu leisten und sich zu entfalten. Deshalb ist es wichtig, dass wir die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter ganzheitlich betrachten, unabhängig davon, in welchem Lebensabschnitt sie sich befinden. Vor kurzem haben wir zwei Programme ins Laufen gebracht, die unseren Mitarbeitenden die Zeit, den Raum und die finanzielle Unterstützung geben, die sie in wichtigen Momenten brauchen. Letztes Jahr haben wir ein umfassendes Kinderwunschprogramm ins Leben gerufen, mit dem wir unsere Mitarbeitenden und ihre Partner weltweit zu 100 Prozent finanziell unterstützen, wenn sie sich einer Fruchtbarkeitsbehandlung unterziehen müssen, um eine Familie zu gründen. Mehr als 300 Mitarbeitende haben bereits Unterstützung für diagnostische Tests, In-vitro-Fertilisation, intrauterine Insemination, die Behandlung männlicher Unfruchtbarkeit und mehr erhalten. Wir verstehen auch die enorm wichtige Rolle, die pflegende Angehörige spielen, und sind uns der Anforderungen bewusst, die mit dieser Aufgabe verbunden sind. Es lässt sich nicht immer vorhersehen, wann ein geliebter Mensch pflegebedürftig wird. Jeder von uns kann plötzlich in eine solche Situation geraten. Das neue Caregiver-Programm, das wir Anfang des Jahres für alle Mitarbeitenden eingeführt haben, kann ihnen zumindest eine Sorge abnehmen, damit sie sich in einer besonders schwierigen Zeit ganz auf ihre Familie konzentrieren können. w Standort Spanien „In einer Zeit, in der Medikamente von strategischem Wert sind, positioniert sich Spanien als eines der europäischen Länder mit dem größten Produktionspotenzial.“ Forschungszentrum für Arzneimittel in Darmstadt, Deutschland

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