36 economía HISPANO - ALEMANA Nº 1/2025 politische Maßnahmen fördern, die Investitionen in Technologie, Forschung und Entwicklung sowie Nachhaltigkeit begünstigen – das sind Bereiche, in denen Europa großes Potenzial für eine Spitzenposition hat – und er muss ein zuträgliches regulatorisches Umfeld schaffen, das die Unternehmen unterstützt. Die Unternehmen ihrerseits können sich nicht nur bei ihren Produkten, sondern auch bei ihren Geschäftsmodellen auf Digitalisierung und Innovation stützen. Investitionen in die digitale Aus- und Weiterbildung sind eine weitere wichtige Maßnahme: Gut ausgebildete Talente und ein Umfeld, das Kreativität belohnt, sind entscheidend, damit Europa seinen Wettbewerbsvorteil zurückgewinnen kann. Europa ist seit jeher Vorreiter in der Nachhaltigkeit, und auch Merck hat sich ehrgeizige Ziele wie die Klimaneutralität bis 2040 und die vollständige Integration von Nachhaltigkeit in alle Wertschöpfungsketten bis 2030 gesetzt. Welche Rolle spielen Wissenschaft und Technologie bei der Erreichung dieser Ziele, und wie gelingt es, ökologische und unternehmerische Interessen langfristig in Einklang zu bringen? Bei Merck sind wir der Ansicht, dass Nachhaltigkeit und Wissenschaft zwei Seiten derselben Medaille sind. Unsere Klimaziele basieren auf wissenschaftlichen und technologischen Innovationen, die es uns ermöglichen, nachhaltigere Prozesse und Produkte zu entwickeln. So investieren wir zum Beispiel in Technologien, die den Energieverbrauch optimieren und den CO2Ausstoß in unseren Produktionsanlagen reduzieren. Wir wollen unseren ökologischen Fußabdruck verringern und zugleich unsere positiven Auswirkungen auf die Menschen maximieren. Durch die Entwicklung von Lösungen, die auf Kreislaufwirtschaft und erneuerbaren Energien basieren, können wir unsere Ziele mit den Anforderungen einer Welt, die vor noch nie dagewesenen ökologischen Herausforderungen steht, in Einklang bringen. Entscheidend ist dafür, dass wir Nachhaltigkeit nicht als Kostenfaktor begreifen, sondern als langfristige Investition, die unsere künftige Wettbewerbsfähigkeit und ein nachhaltiges, widerstandsfähiges Wachstum gewährleistet. Mit Produktionsstätten wie Tres Cantos steuert Spanien einen wichtigen Beitrag zum Erfolg von Merck bei. Welche Bedeutung hat der Standort Spanien für Ihr Unternehmen, und was macht Ihrer Meinung nach das positiv bewertete Wirtschaftsklima hier im Land – im Gegensatz zu anderen Ländern in Europa – aus? Gilt dies auch uneingeschränkt für den Pharmasektor in Spanien? Spanien ist für die Merck-Gruppe ein strategischer Pfeiler, sowohl wegen seiner Fachkräfte als auch wegen seines günstigen Umfelds für Innovationen und Investitionen. Unser Standort Tres Cantos zum Beispiel zählt weltweit zu den führenden Produktionsstätten für Fruchtbarkeits- und Wachstumshormone. Er ist einer von weltweit neun Biotech-Standorten des Unternehmens und fördert biotechnologische Innovationen von Madrid aus in der ganzen Welt. Das positive Wirtschaftsklima in Spanien beruht auf Faktoren wie hochqualifizierten Arbeitskräften und einem stabilen regulatorischen Umfeld. Dennoch müssen wir uns auch selbst kritisch hinterfragen und analysieren, was wir verbessern können. Es besteht kein Zweifel daran, dass die Branche weiterhin mit Herausforderungen konfrontiert ist, z. B. mit der Notwendigkeit, die Zulassung neuer Therapien zu beschleunigen und einen gerechten Zugang zu innovativen Behandlungen zu gewährleisten. „Nachhaltigkeit ist eine langfristige Investition, die unsere künftige Wettbewerbsfähigkeit und ein nachhaltiges, widerstandsfähiges Wachstum gewährleistet.“ Standort Spanien Innovationszentrum von Merck in Darmstadt, Deutschland
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