35 economía HISPANO - ALEMANA Nº 1/2025 Frau Garijo, Innovation ist ein zentraler Wachstumsmotor für Merck, mit einem starken Fokus auf Digitalisierung. Dabei beschränkt sich Innovation bei Ihnen nicht nur auf die über 6.500 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung, sondern spielt auch eine entscheidende Rolle in der Unternehmensführung und im Umgang mit Kunden. Auf welche Maßnahmen setzt Merck, um Innovation als festen Bestandteil Ihrer Unternehmenskultur zu etablieren und weiterzuentwickeln? Als führendes Unternehmen in Wissenschaft und Technologie steht Innovation im Mittelpunkt unseres Handelns und ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Identität. Innovation durchzieht bei uns alle Bereiche: Von der Entwicklung und dem Einsatz von Spitzentechnologien bis hin zu der Art und Weise, wie wir innerhalb des Unternehmens mit unseren verschiedenen Teams und auch extern mit wichtigen Partnern zusammenarbeiten, um den Fortschritt voranzutreiben. So können wir komplexe Herausforderungen aus neuen Blickwinkeln angehen. Unsere Richtlinien zu Diversität, Gerechtigkeit und Inklusion sowie unsere leistungsstarke Unternehmenskultur helfen uns, ein Umfeld zu schaffen, das unsere Innovationsprozesse bereichert. Außerdem nutzen wir Daten, KI und digitale Technologien in allen Bereichen unseres Unternehmens, um weiter zu wachsen, Innovationen zu beschleunigen und effizienter zu werden. Unsere ständige Innovationsbereitschaft hilft uns, widerstandsfähiger zu werden und Veränderungen vorherzusagen und uns an sie anzupassen. Im heutigen dynamischen Umfeld ist dies ein Wettbewerbsvorteil. Ein über 355 Jahre altes Unternehmen kann sich nur dann weiterentwickeln und den Anforderungen von morgen gerecht werden, wenn es in der Lage ist, heute schnell und flexibel zu innovieren. Nicht erst seit dem Draghi-Bericht vom September letzten Jahres steht Europa vor der dringenden Aufgabe, der Schwächung seiner Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der globalen Konkurrenz entschieden entgegenzutreten und eine tiefgreifende Reindustrialisierung einzuleiten. Welche Maßnahmen müssten Ihrer Meinung nach von der öffentlichen Hand und von den Unternehmen selbst umgesetzt werden, um Europa – gerade in einer Ära wachsender protektionistischer Strömungen – wieder als führenden Wirtschaftsstandort zu sichern? Die komplexen und fragmentierten Strukturen Europas schwächen seine globale Wettbewerbsfähigkeit. Wir müssen ein Umfeld der Zusammenarbeit schaffen, das Investitionen in die Förderung von Innovationen in einem vereinten Europa anregt. Wie ich vor kurzem in Davos sagte: Es ist an der Zeit, das Silodenken aufzubrechen, das Europa ausbremst. Die politischen Entscheidungsträger der Länder müssen ihr kurzfristiges nationales Denken ablegen und sich für Europa entscheiden. Dieses Problem müssen wir mit einer ehrgeizigen Strategie angehen, die eine öffentlich-private Zusammenarbeit mit einem flexiblen Rechtsrahmen und einem starken Engagement für Innovationen kombiniert. Bei Merck glauben wir weiterhin fest an den freien Handel und an die Kraft multilateraler Kooperationen mit Partnern aus dem öffentlichen und privaten Sektor. Wenn Sie mich nach den Handlungsprioritäten fragen: Der öffentliche Sektor muss Biotechnologieanlage von Merck in Tres Cantos, Madrid Standort Spanien „Die komplexen und fragmentierten Strukturen Europas schwächen seine globale Wettbewerbsfähigkeit.“
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