Revista/Zeitschrift 2025-01 | Cámara de Comercio Alemana para España | AHK Spanien

21 economía HISPANO - ALEMANA Nº 1/2025 Wettbewerbsfähige Nachhaltigkeit Narciso Casado, Direktor für IberoamerikaBeziehungen bei der CEOE und ständiger Sekretär des Rates der Iberoamerikanischen Unternehmer (CEIB), betont die Nachhaltigkeit als zentralen Wettbewerbsfaktor. Dies zeigt sich in der Arbeit von “CEIB und seinen Wirtschaftsorganisationen, die Nachhaltigkeit als prioritäres Handlungsfeld betrachten und sie deshalb fest in die Unternehmertreffen im Rahmen der Iberoamerikanischen Gipfeltreffen integrieren. Die Förderung der öffentlich-privaten Zusammenarbeit, die Unterstützung von inklusiven und nachhaltigen Investitionen, die Begünstigung systemischer Veränderungen, die Umsetzung effizienter öffentlicher Politiken sowie die Stärkung wirksamer sozialer Investitionen sind der Schlüssel, um einen innovativeren, kohärenteren, wohlhabenderen und solidarischeren iberoamerikanischen Wirtschaftsraum zu schaffen.“ Immer wieder Technologie Alberto Pascual, Präsident von @aslan, einer Non-ProfitOrganisation, die sich aus über 180 Technologieunternehmen zusammensetzt, hebt hervor: „Der jüngste Bericht zur digitalen Dekade der EU zeigt, dass Spanien über dem europäischen Durchschnitt liegt, wenn es um die Digitalisierung von kleinen und mittleren Betrieben und den Einsatz von KI in Unternehmen geht. Unsere führende Position in der Netzwerkinfrastruktur, der Zugang zu transozeanischen Verbindungen, die Verfügbarkeit erneuerbarer Energien und die hohe Qualität der Absolventen technischer Ausbildungszentren haben uns zu einem attraktiven digitalen Hub gemacht.“ Er betont jedoch die Notwendigkeit, „die staatlichen Investitionen und die Unterstützung für Start-ups zu erhöhen.“ Die Organisation wird am 18., 19. und 20. März in IFEMA Madrid die 32. Ausgabe ihres Jahreskongresses veranstalten, auf dem erneut Technologie als „Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit“ in den Mittelpunkt gestellt wird. Maßstäbe der Wettbewerbsfähigkeit • EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat im Januar den „Kompass für Wettbewerbsfähigkeit“ vorgestellt, ein Konzept zur Stärkung der wirtschaftlichen Position der EU gegenüber den USA und China. Es zielt darauf ab, „die europäische Wirtschaft durch eine vereinfachte Regulierung, die Förderung von Innovationen und eine stärkere finanzielle Integration zu revitalisieren.“ • Das Welt-Ranking der Wettbewerbsfähigkeit bewertet 67 Volkswirtschaften anhand von 164 Kriterien in Bereichen wie wirtschaftliche Leistung, Regierungseffizienz, Unternehmenseffizienz und Infrastruktur. Im Jahr 2024 stand Singapur an erster Stelle (drei Plätze nach oben), gefolgt von der Schweiz (+1), Dänemark (-2), Irland (-2) und Hongkong (+2). Deutschland (-2) liegt auf Platz 24 und Spanien (-4) auf Platz 40. Der Deepseek-Faktor Javier Cuervo, Professor für Innovation an der UNIE und CTO von Proportione, erklärt: „Die Wettbewerbsfähigkeit der spanischen und europäischen Wirtschaft könnte durch Deepseek beeinflusst werden – eine Technologie, die geringere Rechenkosten für KI bei vergleichbaren Ergebnissen verspricht. In Spanien und Europa gibt es keine große KI-Firma, die mit den USA oder China konkurrieren kann. Wir sind hauptsächlich Verbraucher von KI, obwohl es spezifische Beschränkungen für ihre Nutzung wie den AI Act der EU gibt, der noch nicht in nationale Gesetze überführt wurde.“ Diese Open-Source-Software, so der Experte, „könnte die technologische Entwicklung weltweit beschleunigen, sofern sie tatsächlich in der Lage ist, hochwertige Ergebnisse zu liefern.“ Tourismus auf Rekordniveau Rund 94 Millionen internationale Besucher kamen 2024 nach Spanien, wie aus den vom Ministerium für Industrie und Tourismus veröffentlichten Daten des Instituts für Tourismus (Turespaña) hervorgeht. Das entspricht einem Anstieg von 10% im Vergleich zu 2023. Auch die durchschnittlichen Ausgaben pro Besucher sind gestiegen. Prognosen aus der Branche deuten darauf hin, dass Spanien das Niveau Frankreichs – des bis einschließlich 2024 meistbesuchten Reiseziels weltweit – erreichen könnte. Automobilindustrie, Lebensmittel- und Getränkeproduktion sowie die Chemiebranche. Das Land verfügt über ideale Voraussetzungen, um ein attraktiver Investitionsstandort zu werden – mit qualifizierten Arbeitskräften und Wettbewerbsindikatoren, die sich noch erheblich verbessern lassen, sofern die richtigen Technologien zur Produktivitätssteigerung implementiert werden.“ „Siemens ist der Beweis für die wachsende Bedeutung Spaniens in unserem globalen Konzept. Wir haben in den letzten fünf Jahren mehr als 1.200 hochwertige Arbeitsplätze geschaffen, den Bau einer neuen, nachhaltig ausgerichteten Unternehmenszentrale genehmigt und sind an strategischen Projekten beteiligt, die die Wirtschaft durch Dekarbonisierung ankurbeln.“ Ein gutes Beispiel dafür ist Silva zufolge „die Einrichtung von Rechenzentren, die die Entwicklung von künstlicher Intelligenz und Supercomputing unterstützen. In diesem Bereich könnte Spanien in den nächsten zwei Jahren Investitionen in Höhe von 8 Milliarden Euro und bis 2030 sogar 24 Milliarden Euro anziehen. Damit könnte das Land zu einem führenden technologischen Hub in Europa für die Entwicklung der Wissensgesellschaft werden.“ Stephanie Rinkel, CFO von Bayer – das kürzlich sein 125-jähriges Bestehen in Spanien gefeiert hat – erklärt: „Im Jahr 2023 haben wir über 154 Millionen Euro investiert, seit 2017 mehr als 420 Millionen Euro in Spanien. Diese Zahl unterstreicht unser Engagement für das Land und unseren Beitrag zur Zukunft durch die Förderung von Innovationen in essenziellen Bereichen wie Gesundheit und Ernährung.“ Mit elf Standorten in sieben spanischen Provinzen basiert die Arbeit von Bayer auf der Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor. „Diese Kooperation ist eine wesentliche Voraussetzung, um weiterhin Lösungen für die gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln.“

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