Revista/Zeitschrift 2025-01 | Cámara de Comercio Alemana para España | AHK Spanien

17 economía HISPANO - ALEMANA Nº 1/2025 15. Januar erklärte Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez vor Investoren und Unternehmern beim XV. „Spain Investors Day“ im Hotel Mandarin Oriental Ritz in Madrid: „Investitionen in Spanien lohnen sich.“ Dazu kündigte er die Schaffung eines Komitees für strategische Investitionen an, das Unternehmen „einen stabilen und förderlichen Rahmen bieten soll, indem bürokratische Prozesse gestrafft und Entscheidungen für die Investition in strategische Projekte erleichtert werden.“ Die Ankündigungen erfolgten in einem bedeutenden Forum, das über 40 börsennotierte Unternehmen und andere große Firmen zusammenbrachte, die die wichtigsten Wirtschaftssektoren Spaniens repräsentierten. Die Veranstaltung wurde durch König Felipe VI. eröffnet, der betonte, dass Spanien „als einer der größten Empfänger ausländischer Investitionen weltweit ein attraktiver und von Investoren geschätzter Standort für die Kapitalanlage“ sei. Er verwies auch darauf, dass spanische Unternehmen in Bereichen „wie Technologie, Innovation und erneuerbare Energien führend sind, ebenso wie in den Exporten, die Rekordwerte erzielen.“ Diese Aussagen sind besonders relevant in Zeiten eines globalen „perfekten Sturms“ zu Beginn dieses Jahres, bei dem der erneute Amtsantritt von Donald Trump als US-Präsident mit dem Weltwirtschaftsforum in Davos zusammenfiel. Aktuelle Wirtschaftsdaten bestätigen die positive Entwicklung Spaniens. 2024 betrug das Wachstum hierzulande 3,2% – im Vergleich dazu lag der EU-Durchschnitt bei 0,8%, in Frankreich bei 1,1% und in Deutschland sogar nur bei 0,2%. Die OECD-Prognosen gehen für Spanien von einem Wachstum von 2,3% im Jahr 2025 und 2,0% im Jahr 2026 aus. Anerkennung fand Spanien auch beim Magazin The Economist, das darauf hinwies, dass Spanien die Rangliste der 37 OECD-Volkswirtschaften anführt, was den Fortschritten der so genannten PIGS-Länder (Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien) entspricht – und nicht etwa denen der BRICS (Donald Trump dixit). Ungeachtet des Akronyms wurde dies als positives Signal für die Wettbewerbsfähigkeit Spaniens gewertet, das Sánchez mit den Worten kommentierte: „The Economist vergibt keine Bestnoten – und schon gar nicht an eine progressive Regierung.“ In diesem Umfeld meldeten große spanische Banken wie BBVA, CaixaBank und Banco Sabadell Rekordgewinne. Donald Trump lobte Ana Botín, die Vorsitzende der Banco Santander, bei den Davos-Gesprächen mit den Worten: „Ich kenne Ihre Bank, und Sie machen einen fantastischen Job.“ Vorzeigestaat Der IWF, die Steuerbehörde AIReF und Funcas gehen für 2025 von einem Wachstum zwischen 2,3% und 2,5% aus – mehr als doppelt so hoch wie in der Eurozone – und laut dem letzten Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation gehört Spanien zu den fortgeschrittenen Volkswirtschaften mit der geringsten Lohnungleichheit. „Dank des entschlossenen Einsatzes der Regierung für Innovation, die Nutzung von Technologie in kleinen und mittleren Unternehmen und die Entwicklung von Spitzensektoren machen Tätigkeiten mit hoher Wertschöpfung wie Technologie, Telekommunikation sowie Berufs- und Finanzdienstleistungen mehr als Am Foto: Beiersdorf

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