20 economía HISPANO - ALEMANA Nº 2/2024 Verbindungsleitungen integriert werden, um zu verhindern, dass sich das Problem der mangelnden physischen Integration wiederholt, unter der die südlichen EU-Mitgliedstaaten im Bereich Gas und Strom seit jeher leiden“. Bezüglich dieser „Roadmap“ weist German Trade and Invest (GTAI, Partner in deutsch-spanischen Kooperationen wie die von der AHK Spanien und dem Verband für Photovoltaik-Produktionsanlagen VDMA gegründete Deutsch-Spanische Solarinitiative) auf die Bedeutung von grünem Wasserstoff und Biogas als „Dynamiklieferer“ hin. Die Schaffung innovativer industrieller Wertschöpfungsketten, fortschreitendes technologisches Wissen und die Schaffung nachhaltiger Arbeitsplätze sind bereits Teil der Gleichung. GTAI unterstreicht auch die Bedeutung des Umstrukturierungsprozesses „großer petrochemischer Unternehmen wie Repsol und Cepsa, die ihre Geschäftsmodelle von fossilen Brennstoffen weg verlagern und in Kapazitäten für erneuerbare Energien investieren. Derzeit arbeiten die unternehmenseigenen Raffinerien noch mit grauem Wasserstoff, für den grüner Wasserstoff eine klimafreundliche Alternative darstellt. Gleichwohl besteht die Möglichkeit, andere Unternehmen mit Wasserstoffderivaten zu beliefern und sie bei ihrer Dekarbonisierung zu unterstützen“. In diesem Szenario haben zum Beispiel Siemens Energy und die Messer Group den Bau von Elektrolyseuren für die Produktion von grünem Wasserstoff in Tarragona vereinbart, und zwar im Rahmen einer europäischen Zusammenarbeit, an der bereits Unternehmen wie Ansasol, BayWa, RWE (gegründet 1898), SMA, Solarwatt und andere beteiligt sind. Wasserstoff auf spanische Art José Alfonso García Jiménez, Energie- und Elektroingenieur und Berater für Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien, hebt hervor, dass „Spanien sich zu einem der wichtigsten Akteure im europäischen Energiesektor entwickelt, mit besonderem Schwerpunkt auf Wasserstoff und einem Projektportfolio mit einer Elektrolysekapazität von 15,5 GW für grünen Wasserstoff– das Vierfache des Ziels für 2030“. Spanien will bis 2030 Elektrolyseure mit einer Leistung von 4 GW installieren und diesen Energievektor nach dem jüngsten Abkommen mit Frankreich und der Zustimmung Deutschlands in das übrige Europa exportieren. 10 % der für die gesamte EU geplanten 40 GW an Elektrolyseuren sollen in den kommenden Jahren erreicht werden. Dafür gibt es umfassende Pläne, die von Arbeiten in den spanischen Häfen und Regasifizierungsanlagen bis hin zum Eigenverbrauch durch die Bürgerinnen und Bürger reichen. García Jiménez fügt hinzu, dass „im Jahr 2023 die installierte Kapazität der Windenergieanlagen in Spanien 29 GW und die der Photovoltaikanlagen 17 GW betrug. Damit wird eine Erzeugung erneuerbarer Energie erzielt, die ausreicht, um 46 % des spanischen Strombedarfs zu decken, wodurch die Führungsrolle Spaniens im Bereich der sauberen Energieerzeugung in Europa gefestigt wird“. Diese Kombination ebnet den Weg für die Produktion von grünem Wasserstoff in einem Erneuerungsszenario, in dem nach Angaben des REE Quelle: AeH2 - Spanischer Wasserstoffverband KANARISCHE INSELN Erhebung der Wasserstoffprojekte Zielvorgaben für 2030, veröffentlicht in der spanischen Wasserstoff-Roadmap MADRID BASKENLAND KANTABRIEN KASTILIEN UND LEÓN EXTREMADURA KASTILIENLA MANCHA ARAGONIEN Barcelona Murcia Zaragoza Granada Sevilla Córdoba Pamplona Ourense A Coruña Palma Cádiz LA RIOJA ANDALUSIEN VALENCIANISCHE GEMEINSCHAFT BALEAREN SPANIEN GALIZIEN ASTURIEN KATALONIEN H2 4 GW an installierter Kapazität von Elektrolyseuren 25% des Wasserstoffverbrauchs in der Industrie 100-150 öffentlich zugängliche Wasserstoffgeneratoren 150-200 FCEV-Busse 5.000-7.500 leichte und schwere Lastkraftwagen FCEVs 2 kommerzielle Strecken H2-betriebene Züge 8.900 Mrd. Euro Investitionen in Projekte zur Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff 4,6 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente reduziert 10 4 12 2 15 11 16 5 11 10 5 26 5
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