Revista 2024-02 Economía Hispano-Alemana | Cámara de Comercio Alemana para España

19 economía HISPANO - ALEMANA Nº 2/2024 Ziele der Europäischen Union und des Europäischen Grünen Pakts sehen vor, den Anteil der erneuerbaren Energien auf 42,5 % (Horizont 2030) zu erhöhen, um bis 2050 im Einklang mit dem Pariser Abkommen vom 22. April 2016 und dem Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen die Klimaneutralität zu erreichen. Wenn in Zeiten einer historischen Energienachfrage die Erzeugung und Nutzung von Energie für mehr als 75 % der Treibhausgasemissionen verantwortlich ist, erfordert die Bewältigung dieser Herausforderung eine ganze Reihe von Maßnahmen, bei denen wir angesichts des aktuellen geopolitischen Szenarios sehr vorsichtig sein müssen, um die Energiesicherheit zu gewährleisten und die Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen in einem komplexen Umfeld von Großmächten außerhalb des europäischen Raums zu verringern. In diesem Zusammenhang ist Wasserstoff (70 % der Materie des Universums) zu einem „geopolitischen“ Gas geworden, einem Teil des Energiemixes, bei dem es laut dem Bericht „H2Med: Geopolitische und geoökonomische Triebkräfte und Hindernisse für Wasserstoff im Mittelmeerraum“ des Real Instituto Elcano unterschiedliche Ansätze gibt: „Frankreich setzt auf Selbstversorgung, Deutschland auf Importe, und Mittelmeerländer wie Spanien wollen mittel- und langfristig Exporteure werden.“ Aus diesem Grund hat sich Deutschland dem Projekt H2Med angeschlossen, dem Korridor, der den Transport von sauberem Wasserstoff über die Iberische Halbinsel nach Nordeuropa und damit auch die Trennung von Moskau ermöglichen soll. Diese Initiative entstand aus der Notwendigkeit, Erdgas über die Pyrenäen zu transportieren, und hat zu einer Infrastruktur geführt, die Barcelona mit Marseille verbinden wird. Auf der 360 Kilometer langen Strecke sollen jährlich etwa 2 Millionen Tonnen grüner Wasserstoff über Barcelona und Zamora nach Frankreich und Portugal transportiert werden. Der Bericht hebt Entwicklungsfaktoren wie „reichlich vorhandene erneuerbare Energieressourcen, bereits bestehende Industrien und Infrastrukturen sowie niedrigere Transportkosten im Vergleich zu anderen potenziellen Produzenten in Lateinamerika oder am Persischen Golf“ hervor. Diese Leistung ist auch im Nationalen Integrierten Energie- und Klimaplan (PNIEC) der spanischen Regierung für 20212030 wiederzufinden: Er enthält den Abschnitt „Wasserstoff-Roadmap: Engagement für erneuerbaren Wasserstoff“, der im Einklang mit den europäischen Zielen steht. Diese sehen zum Beispiel vor, dass ein Teil der Konjunkturmittel (750.000 Millionen Euro) für den Bau von einer Million Ladestationen für Elektroautos und außerdem für 500 Wasserstofftankstellen in der gesamten EU verwendet wird – eine weitere Herausforderung. Laut der Studie „setzt die Entwicklung der euro-mediterranen Wasserstoffmärkte voraus, dass zunächst die Energieressourcen Südeuropas durch den Bau innereuropäischer Korridore und Die Foto: BOSCH

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