Revista 2024-01 Economía Hispano-Alemana | Cámara de Comercio Alemana para España (AHK Spanien)
35 economía HISPANO - ALEMANA Nº 1/2024 A L E M A N I A | O B S E R V A T O R I O D E M E R C A D O Die3D-Druckindustrie inDeutschland Deutschland gilt als Europas führender Markt für additive Fertigung (AM). Die wachsende Beliebtheit des 3D-Drucks bei vielen deutschen Vorzeige- Industrieunternehmen macht Deutschland als größte Volkswirtschaft des Kontinents zu einem attraktiven Standort für internationale Spezialanbieter. Mit 140 Herstellern hat fast die Hälfte der weltweiten Anbieter industrieller additiver Systeme ihren Sitz in Europa. Mit 37 Herstellern, die industrielle AM-Systeme produzieren und vertreiben, liegt Deutschland innerhalb Europas an erster und – zusammen mit China – weltweit an zweiter Stelle nach den USA. Laut einer bitkom-Umfrage nutzten im Jahr 2021 rund 44 Prozent der Industrieunternehmen in Deutschland mit mehr als 100 Mitarbeitern bereits 3D-Drucktechnologien und 20 Prozent wollten diese in naher Zukunft einsetzen. Die Industrieunternehmen, dieden3D-Druckbereitsnutzen, stellenvorallemMusteroder Formen(57Prozent), Ersatzteile(48Prozent)oderAnsichtsmodelle (33 Prozent) her. Das durchschnittliche jährliche Wachstum im Zeitraum von 2019 bis 2022 beträgt laut dem jüngsten Wohlers-Bericht 16,6 Prozent. Additive Fertigungsprodukte und -dienstleistungen wuchsen um 18,3 Prozent auf 18 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022, da sich der Markt von der Coronavirus-Pandemie erholte. Des Weiteren stiegen im Jahr 2022 die Umsätze mit AM-Produkten weltweit auf über 7,3 Mrd. USD – ein Anstieg von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ausserdem stieg der Umsatz mit AM- Dienstleistungen um 19,1 Prozent auf mehr als 10,7 Milliarden USD im Jahr 2022.
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