Revista 2024-01 Economía Hispano-Alemana | Cámara de Comercio Alemana para España (AHK Spanien)
21 economía HISPANO - ALEMANA Nº 1/2024 Vergütungen, die von 124 Unternehmen des IBEX und des restlichen fortlaufenden Handels im Jahr 2020 (letzte verfügbare Daten bis zu diesemZeitpunkt)veröffentlichtwurden.EinederSchlussfolgerungen war, dass im Jahr 2020 nur 32% der Unternehmen ESG-Kennzahlen einbezogen (die meisten davon IBEX-Unternehmen, insbesondere aus den Sektoren Energie und Bau). 68% der Firmen, die diese Kennzahlen einbezogen, taten dies kurzfristig, während 32% sie sowohl kurz- als auch langfristig berücksichtigten. KPMGarbeiteteaußerdemmitder aus150Unternehmenbestehenden Stiftung SERES (Sociedad y Empresa Responsable) am Bericht „Ein Blick auf ESG aus der Perspektive des Verwaltungsrats“ zusammen. SERES beschäftigt sich mit dem „Engagement der Unternehmen für die Verbesserung der Gesellschaft durch verantwortungsvolle Handlungen, die mit der Strategie des Unternehmens im Einklang stehen und Wert für alle schaffen“ und steht hinter verschiedenen Initiativen im Bereich der unternehmerischen Sozialverantwortung, zum Beispiel RadarSeres („Soziale Wirkung für eine neue Ära“) oder Veranstaltungenwie „Verantwortungsvolle Führungskräfte“. Achtung: ImmaterielleWerte DieReisekannnur ineineRichtunggehen,ohneRückschritte:Dieswird immerwieder indenBerichtenvonCorporateExcellencedeutlich, einer Unternehmensplattform, die Modelle, Werkzeuge und Schulungen zu Themen wie Reputation, Marke, Kommunikation, Nachhaltigkeit und immaterielle Werte umfasst. CEO Ángel Alloza betont: „Sowohl die Differenzierung als auch die soziale Legitimität stützen sich auf ein exzellentes Management der immateriellen Vermögenswerte und Ressourcen. Diesen Zyklus können wir die ‚Wirtschaft der Reputation und der immateriellen Werte‘ nennen, deren Gewicht exponentiell bis hin zur Fünften Industriellen Revolution wachsen wird, die die TransformationdesUnternehmensmanagements antreibt“. In diesem Heute und Morgen, so Corporate Excellence, befinden sich „Gesellschaft, Bürger undVerbraucher in einemempfindlichen, komplexen und tiefgreifenden Transformationskontext, der von fünf großen Meilensteinen umrahmt wird: der Überwindung einer Pandemie, globalen geopolitischen Spannungen und Kriegen, wirtschaftlicher Unsicherheit, Unsicherheit über die Zukunft (verstärkt durch den Durchbruch der KI) und einem zunehmend polarisierten und angespannten sozialen Umfeld. Allozas Einschätzung nach liegt die Spanne zwischen den letzten 25 Jahren, in denen Investoren und die Unternehmen selbst die immateriellen Werte mehr zu schätzen gelernt haben, und – um Horizonte zu setzen – den nächsten 25, in denen eine neue Art von Unternehmen Hand in Hand mit einer neuen Gesellschaft gehen wird. In der Zwischenzeit verweist die Firma auf Studien wie „Trust Barometer 2024“ von Edelman. Demnach sind Unternehmen die einzige Institution, die eine akzeptable Note in der Vertrauensbildung bekommt(63%),mehralsNGOs(59%),Regierungen(51%)undMedien (50%). Im Fall von Spanien wächst das Vertrauen in Unternehmen um siebenPunkte imVergleichzu2023. Die Studie betont auch die Bedeutung von Innovation „als Schlüsselelement, um den sozialen Fortschritt voranzutreiben. Unternehmen positionieren sich als der Akteur, der das größte Vertrauen erweckt, um Innovation in die Gesellschaft zu integ- rieren, daher sollten sie sich darauf konzentrieren zu erklären, inwiefern Innovation positive Auswirkungen auf die Gesellschaft und nicht nur auf die Investoren hat.“ Dabei soll auch die öffent- lich-private Zusammenarbeit gefördert werden: „Tatsächlich ist dem Vertrauensbarometer zufolge die Zahl der Personen, die angeben, dass sie Unternehmen in Bezug auf die durch Tech- nologie angetriebenen Veränderungen mehr vertrauen würden, wenn sie sich mit öffentlichen Verwaltungen zusammenschließen würden, im Laufe des letzten Jahrzehnts um 15% gestiegen.“ Dazu kommen Überlegungen wie diese: „Etwa acht von zehn Mitarbeitern sagen, es sei wichtig, dass ihr CEO öffentlich zu den Arbeitskompetenzen der Zukunft (82%), zum ethischen Einsatz von Technologie (79%) und zum Einfluss der Automatisierung auf Arbeitsplätze (78%) Stellung bezieht.“ Kommunikation = Aktion + Reaktion Was die Bedeutung der Kommunikation betrifft, so weist Gabriel Martínez, Mitglied des Leitungsgremiums von Roman Reputation Matters und verantwortlich für Wachstum, Strategie und Marke, darauf hin: „Klare, kohärente Botschaften und das Vermitteln präziser und verständlicher Informationen sowohl an die internen Mitarbeiter als auch an die Medien, die Öffentlichkeit, Märkte, Investoren, Regulierungsbehörden, also an absolut alle Stakeholder, bilden langfristig einen der wertvollsten immateriellen Vermögenswerte in jedem Unternehmen: seinen guten Ruf. Uns allen sind aktuelle sowie weniger aktuelle Fälle von tiefgreifenden Reputationskrisen bekannt, diedurcheinenMangel aneinemdieser Aspekteentstanden sind.“ Der gute Ruf wankt, so Martínez, wenn man nicht die Fähigkeit besitzt, „schnell und transparent auf eine Problemsituation zu reagieren, was bedeutet, dassman besser darauf vorbereitet ist, jedes auftretende Krisenszenario effektiv zu bewältigen“. Um derartige Überlegungen geht es zum Beispiel bei den hinter verschlossenen Türen stattfindenden Frühstücksmeetings unter dem Titel Roman Insights („Diskussion und Erfahrungsaustausch zwischen unserem Referenten und den leitenden Führungskräften, die an diesen Treffen teilnehmen“). In Zeiten, in denen „Fake News“ an der Tagesordnung sind und künstliche Intelligenz unsere Wahrnehmung der Realität verdrehenkann, werden solcheRichtungsweiser immerwichtiger. Vor Ort Wie arbeiten Unternehmen Tag für Tag? Bei Bosch sagt Javier González Pareja, Präsident von Bosch España für Spanien und Portugal, bedingungslos Ja zur guten Führung: „Bosch hat sich ausdrücklich dazu verpflichtet, Verantwortung zu übernehmen, das Gesetz einzuhalten und sich ethisch zu verhalten. Wie unsere Grundsatzerklärung sagt: Wir versprechen nur, was wir halten können, betrachten Vereinbarungen als bindend und respektieren und beachten das Gesetz in allen unseren Geschäftstransaktionen.“
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