Revista / Zeitschrift Economía Hispano-Alemana 2023-03
45 economía HISPANO - ALEMANA Nº 3/2023 Herr Escobar, der Neubau Ihrer Zentrale in Spanien nach den allerhöchsten ESG-Standards (Environmental, Social & Governance), der außerdem Teil des in Entstehung befindlichen Madrider Vorzeigeviertels Madrid Nuevo Norte sein wird, soll paradigmatisch die Unternehmensausrichtung von Siemens ausweisen: intelligent, digital und klimaneutral. Wie weit bestimmen diese Schlüsselthemen ihre Unternehmenstätigkeit in Spanien? Sind Ihre Kunden in Spaniens Industrie dafür empfänglich? Die Entscheidung, in Spanien einen neuen Standort zu errichten, stärkt nicht nur unser Engagement in diesem Land, sondern spiegelt auch das wichtigste Vorhaben des Unternehmens wider, nämlich den Alltag der Menschen durch Technologien, die die Lebensqualität verbessern, zu transformieren. Sie ist außerdem eng mit der Notwendigkeit verbunden, Nachhaltigkeit als zentrales Element der unternehmerischen Tätigkeit zu festigen. Dies ist ein entscheidender Faktor, weil wir bei Siemens davon überzeugt sind, dass das Bekenntnis zur Nachhaltigkeit über eine zeitlich begrenzte oder rein zweckmäßige Verpflichtung hinausgeht. Wir sind der Ansicht, dass radikale Veränderungen notwendig sind: in unserer Lebensweise, in der Art und Weise, wie wir mit der Umwelt interagieren, in der Fortbewegung und im Transport vonGütern, inder Organisationdes Lebens inMegastädten sowie in einer effizienteren und umweltfreundlicheren Produktion. Und dafür sind die neuen Technologien, die die Digitalisierung aller Wirtschaftsbereiche vorantreiben, entscheidend. Unsere Kunden sind sich dieses Wandels voll bewusst und sind ihm gegenüber nicht nur aufgeschlossen, sondern fordern von uns sogar die neuesten Entwicklungen, um in diesem unaufhaltsamen Prozess, der enorme Wettbewerbsvorteile und Kosteneinsparungen bietet, voranzukommen. Die Flexibilität, die die Digitalisierung mit sich bringt, um einerseits die von der heutigen Gesellschaft geforderten Nachhaltigkeits- und Dekarbonisierungsziele zu erreichen und andererseits stärker auf die sich ständig verändernden Anforderungen der Kunden und Nutzer einzugehen, stellt einen Paradigmenwechsel in der unternehmerischenTätigkeit dar, auf den niemand verzichten kann. Die spanischen PERTES (Strategic Projects for Economic Recovery and Transformation) im Rahmen von NextGene- rationEU wurden stets als große Chance für die heimische Industrie betrachtet. Hat sich diese Erwartung erfüllt, und welche Projekte würden Sie als wegweisend hervorheben? Wie hat sich Siemens an diesen Projekten beteiligt? Es ist schon so, dass unsere Kunden uns sagen, dass die Mittel langsamer in der Realwirtschaft ankommen als erwartet, aber wir müssen ihr Potenzial zu schätzen wissen, da es sich um Projekte mit großer Zugkraft in führenden Branchen handelt. Bisher wurden zwölf genehmigt, und wir sind anmehreren davon als Technologiepartner beteiligt. Fotos: Siemens Standort Spanien
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