Revista / Zeitschrift Economía Hispano-Alemana 2023-03

25 economía HISPANO - ALEMANA Nº 3/2023 Verteuerung und Kreditbeschränkungen bei gleichzeitigen fortlaufenden Erhöhungen der Fixkosten usw. Wie Rafael Vaquero, Generaldirektor der vor neun Jahren von der Innovación Bankinter Foundation, dem ICEX und dem Círculo de Empresarios gegründeten Stiftung Cre100do, feststellt: „Um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu steigern, brauchen wir größere Unternehmen. Wenn ein Unternehmen größer ist, schafft es mehr qualifizierte Arbeitsplätze und ist widerstandsfähiger. Spanische Unternehmen sind 22% kleiner als der europäische Durchschnitt, und das wirkt sich auf die Produktivität aus. Die Unternehmen von Cre100do, die stark international ausgerichtet sind, beziehen etwa 60% ihrer Einnahmen von außerhalb Spaniens.“ Wettbewerbsfähige Größen Vaquero hebt Deutschland als Beispiel für die Unterstützung des Mittelstands hervor, „eine Definition, die auf der Mentalität beruht. Es handelt sich um ein Konzept, das in die eigene Kultur eingebettet ist und die Unternehmen dieses Segments als Hauptantriebskräfte der Wirtschaft und der Innovation im Land anerkennt, die so genannten ‹Hidden Champions›, Weltmarktführer in ihren Marktnischen.“ Er glaubt, dass Spanien die einmalige Chance hat, im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 eine Vorreiterrolle bei der Anerkennung von mittelgroßen Unternehmen einzunehmen, und fügt hinzu: „Die deutsche Förderung von Innovationen im Mittelstand ist eine Erfolgsgeschichte, die sich um das größte Innovationsförderprogramm in Europa dreht, das mit 520 Millionen Euro ausgestattete Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM).“ Víctor Ruiz Ezpeleta, Professor an der OBS Business School, warnt seinerseits vor besorgniserregenden Indikatoren für die spanische Wirtschaft, die sich hinderlich auf den Wettbewerb auswirken: „Die Bank von Spanien hat Daten zu den Bruttogewinnen vor Steuern und Zinsen verschiedener Sektoren veröffentlicht, und es fällt auf, dass der Industriesektor um etwa 40% eingebrochen ist und damit den Rückgang von 15% im ersten Quartal noch verstärkt hat. Es überrascht, dass im Frühling mehr als 60.000 Arbeitsplätze verloren gingen, wohingegen andere Sektoren von einem Anstieg profitieren konnten, wie zum Beispiel der Energiesektor (84,8%), der Kommunikationssektor (12,3%) oder die Gastronomie. Der Anstieg der Gehälter (6,4%, hauptsächlich in großen Unternehmen sowie in mittelständischen Unternehmen in Branchen wie Handel und Gastronomie) und die Inflation bei den Materialkosten sind die Ursachen für dieses Ergebnis.“

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