Zeitschrift / Revista Economía Hispano-Alemana 2023-01

85 economía HISPANO - ALEMANA Nº 1/2023 Recht konzentrieren, nachdem die Norm weitreichender ist als das alte Sportgesetz von 1990 und die Sportgesetzgebung an die neue Realität anpassen will. Um es mit den Worten des Obersten Sportrates auszudrücken, soll das Gesetz, unter anderen Neuerungen, „das Recht auf sportliche Aktivität anerkennen; Ungleichheiten aufgrund von Geschlecht oder Behinderung beseitigen; die Präsenz von Frauen im Sportbereich fördern; und Rechte und Pflichten der Sportler regeln“. Vom rechtlichen Gesichtspunkt her erscheint die detaillierte Einteilung der Sportler in verschiedene Kategorien interessant. Konkret wird unterschieden zwischen Wettbewerbs- und Freizeitspor tlern, welche in Verbänden oder Vereinen organisier t sein können; zwischen professionellen Athleten und Amateuren; zwischen Hochleistungs- und Leistungssportlern. Obwohl die Einteilung in die unterschiedlichen Kategorien auf dem Papier recht theoretisch erscheint, hat sie in der Praxis doch wichtige Auswirkungen, da jeder Kategorie von Sportlern unterschiedliche Rechte und Pflichten zugestanden und auferlegt werden. Bezüglich der Sportverbände, welche rechtlich als private Einrichtungen eingestuft werden, behält das Gesetz das traditionell in Spanien angewandte Modell bei, welches sich von den in anderen Ländern angewandten Modellen durch größere staatliche Kontrolle und Einfluss unterscheidet. So werden öffentl ich-rechtl iche Aufgaben delegier t, Monopolstel lung wird garantier t und es besteht das Erfordernis einer staatlichen Genehmigung. w Dr. Sven Wassmer Abogado & Rechtsanwalt MONEREO MEYER ABOGADOS

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