Zeitschrift / Revista Economía Hispano-Alemana 2023-01
42 economía HISPANO - ALEMANA Nº 1/2023 für den Transport von Öl in Kesselwaggons. Kilometerweit radelt man an Feldern mit Olivenbäumen vorbei, die sich mit kleinen Dörfern abwechseln. Einen Halt sollte man unbedingt in Zuheros einlegen, das Dorf mit nur sechshundert Einwohnern gilt als eines der schönsten Spaniens. Eine weitere Besonderheit der Strecke sind die ehemaligen Bahnhofsgebäude, wie z.B. in Cabra, welche zu Restaurants oder Unterkünften restauriert wurden. Sie laden zu einer Pause ein, bevor es weiter geht. In den heißen Sommermonaten sorgt eine Gazpacho andaluz , die traditionelle kalte Tomatensuppe, für Erfrischung und Flüssigkeitszufuhr. Vergessen Sie jedoch nicht die ortsübliche Siesta, weshalb imVoraus für ausreichendWasser gesorgt sein sollte! Die Strecke führt amRande des Naturparks Parque natural de las Sierras Subbéticas vorbei, weshalb einemunterwegs nicht nur viele Hasen, sondern auch ab und an mal eine Schlange begegnen können. Ehrgeizige Radfahrer können die Tour an einem Tag machen, am Zielort PuenteGenil übernachten und amnächstenTag zurückfahren. Die entspanntere Variante wäre es, vorab eine Unterkunft in einem der malerischen Dörfer auf halber Strecke zu buchen. Durch drei Provinzen auf der Vía Verde de Ojos Negros Wenn Sie Lust auf eine Fahrradtour über mehrere Tage haben, dann ist die Vía Verde de Ojos Negros (span. Grüne Straße der schwarzen Augen) ideal geeignet. Die nördlich von Valencia liegende Strecke war einst die längste Minenbahn Europas und ist heute mit ca. 160 km die längste der ausgebauten Bahntrassen in Spanien. Der Startpunkt kann dabei vomeigenen sportlichen Anspruch bestimmt werden: Vom Bergdorf Santa Eulalia del Campo in der Provinz Teurél auf 1036 Höhenmetern hinab bis Algimia de Alfara in Valencia auf knapp 200m ist dabei deutlich die anfängerfreundlicheWahl. Vom spanischen Outback bis knappan die Küste begleitet die RadelndeneineMischung ausaragonischemHochland mit Wäldern, Viadukten und Tunneln, Orangenfeldern und Naturparks sowie die Kultur der Dörfer, welche sich auf demWeg befinden. Teile der Provinzhauptstadt Teruél zum Beispiel sindUNESCO-Weltkultur- erbe und das Dorf Jérica verfügt über ein sehenswertes historisches Viertel. Bei den Vías Verdes geht es nicht darum, schnellst- möglich viele Kilometer hinter sich zu bringen. Am besten nimmt man sich Zeit und folgt dem Motto: Der Weg ist das Ziel. Einweiterer Vorzug ist, dassman die Radtour auch ohne viel Fahrrad- Equipment und Vorwissen angehen kann. Wie alle Vías Verdes ist auch diese mit dem typischen Emblem ausgeschildert, sodass Verfahren schier unmöglich wird. Natürlich gibt es auch Angebote von geführten Touren in größeren Gruppen, bei denen man sich nur noch darum kümmern muss, in die Pedale zu treten. Zwischen Bahntrassen und Mittelmeer Leicht erreichbar vonValencia befindet sich die kurze, aber nennenswerte Vía Verde del Mar (span. Grüner Weg des Meeres), diemit demRadweg der ehemaligen Inselbahn auf Sylt verglichenwerden kann. Sie verbindet Benicàsim und Oropesa del Mar durch 5,7 km offiziellen Vía Verde Weg und 5,3 km Fahrradweg entlang der zerklüfteten Küstenlinie mit Blick auf das Meer. Es handelt sich dabei umeinen Abschnitt der ehemaligen Eisenbahnlinie zwischen den Städten Valencia und Barcelona. Heute ist sie die ideale Strecke für einen Tagesausflug mit der ganzen Familie: einfach, ohne Steigung, ohne Autos. Unterwegs darf trotzdem eine Pause am Strand nicht fehlen, um die valenzianische Erdmandelmilch, Orxata de Xufes, zu probieren. Grün, grüner, Plazaola So richtig grün wird es spätestens bei der 68 Kilometer langen Vía Verde del Plazaola . Im Norden Spaniens hat einst eine alte Bergwerksbahn Pamplona mit der Atlantik-Stadt San Sebastián Panorama Vía Verde de Ojos Negros Vía Verde del Mar Aragón Castilla y León Madrid Extremadura Cataluña Murcia Islas Baleares Galicia Asturias La Rioja Castilla - La Mancha Huelva • Sevilla • Granada • Málaga • Almería • Salamanca • • Badajoz • Palma Barcelona • Gerona • Bilbao • Gijón • A Croruña • go • antiago de ompostela • Zaragoza • alladol d • Santander País Vasco Comunidad Valenciana Navarra Puerto Serran Sarasa Albalat dels Tarongers Santa Eulalia Vía Verde de la Sierra Andoain Vía Verde del Plazaola Vía Verde de Ojos Negros Olvera Andalucía Puente Genil Córdoba • Murcia • • Valencia •Teruel Aragón Castilla y León Madrid Extremadura Cataluña Murcia Islas Baleares Galicia La Rioja Castilla - La Mancha Huelva • Sevilla • Granada • Málaga • Almería • Salamanca • • Badajoz • Palma Castellón de la Plana Barcelona • Gerona • Vigo • Zaragoza • Valladolid • Comunidad Valenciana Navarra Puerto Serrano Jaén Benicasim Vía Verde de la Sierra Vía Verde del Aceite Vía Verde del Mar Olvera And lucía Puente Genil Córdoba • Valencia Oropesa Teruel •
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