Zeitschrift / Revista Economiía Hispano-Alemana 2022-03

41 economía HISPANO - ALEMANA Nº 3/2022 plötzlichverstanden,dassEnergieetwas ist,dassiedirektbeeinflussen können, und dass sie (natürlich mit einigen Einschränkungen und Ausnahmen) selbst entscheiden können, welches Modell sie haben und ausbauen wollen. Und das ist sehr wichtig. Das erinnert mich an die Jahre, in denen ich am Zugang zu Energie in Entwicklungsländern mitgearbeitet habe, da verstanden die Nutzer genau, wie autarke Systeme funktionieren und was sie tun mussten, um ihnen die größtmögliche Leistung abzuringen. Zu jener Zeit konnte ich mir überhaupt noch nicht vorstellen, dass dies letztendlich auf einer viel größeren Skala dasModell der Zukunft ist: Mikronetze, Mininetze und selbsttragende,miteinander verbundene lokaleNetze. Abgesehen davon beginnt sich der Markt jetzt allmählich zu segmentieren, sodass auf natürliche Weise verschiedene Qualitäten und Dienstleistungen in Erscheinung treten. Plötzlich gibt es sehr viele Angebote ganz verschiedenen Ursprungs, und wegen der fehlenden Referenzen und des mangelnden Wissens über den aufstrebenden Markt ist dieser Prozess nicht einfach. Die Photovoltaik war infolge des berühmt-berüchtigten Realen Dekrets 661 aus dem Jahr 2007 vor allem auf große Anlagen ausgerichtet. Mit einer immensen Summe aus öffentlichen Geldern wurden verfrüht photovoltaische Makroanlagen erfunden. Die Folgen sind bekannt und jetzt ist nicht der Moment, diese in Erinnerung zu rufen, aber Spanien geriet dadurch in eine Art Katerstimmung und stoppte das Unternehmen jahrelang. Ab 2015 wurde der Eigenverbrauch dann zu etwas Realem, Möglichem, und mithilfe einer von Europa ausgehenden verbesserten und vereinfachten Verwaltung haben wir es nach und nach geschafft, einen echten Markt zu konsolidieren, bei dem aus meiner Sicht die Subventionen überflüssig sind. Diese würde ich vielleicht eher auf Gegenden beschränken, wo die Sonneneinstrahlung geringer ist als im nationalen Durchschnitt, oder ich würde sie für die Lagerung aufwenden. Aber vor allem, wie ich bereits sagte, für die Entwicklung aller damit verbundenen Industrien. Was uns selbst angeht, so sindwir langsam, aber stetig gewachsen, weil wir ein Qualitätsprodukt auf einem Markt verkaufen, der unglaublicherweise eine Tendenz zu billigen Produkten aufweist, obwohl er der rentabelste in ganz Europa ist. Der Flut an Akteuren, die seit einiger Zeit auf diesen „appetitlichen“ Markt drängen, fehlt es noch sehr an Ausbildung undWissen. Solarwatt bietet Komplettlösungen und – mit Abstand – die beste Garantie des Marktes im häuslichen wie im industriellen Bereich. Dazu kommt eine Vollkaskoversicherung für die gesamte Anlage mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Wir verkaufen sichere Solarenergie mit 100% „peace of mind“. Ende 2022 werden wir unseren Umsatz gegenüber 2017 versiebenfacht haben. Auch die AHK Spanien an ihremSitz inMadrid betreibt eine von Ihnen errichtete Photovoltaikanlage. Können Sie uns anhand eines Ihrer größeren Projekte das Potential einer umfassenden Photovoltaiklösung beschreiben? Was die photovoltaische Solartechnologie vielleicht ammeisten von anderenunterscheidet, ist ihre fantastischeSkalierbarkeit, voneinem einzigen Solarpanel, das ein “Solar Home System” in einem kleinen abgelegenen Haushalt in Afrika speist, bis zu einer 2250-Megawatt- Anlage in Indien. Und dazwischen liegen Installationen wie die der AHK, die dazu dienen, die Abhängigkeit vom Stromnetz erheblich zu reduzieren und dadurch den Bedarf unseres Systems zu entlasten. Obwohl sich die Menschen der Vorteile allmählich immer mehr bewusst werden, ganz besonders jetzt, wo der Preis pro MWh im öffentlichen Diskurs steht und enorme Auswirkungen auf unsere Firmen und Familien hat, gibt es immer noch viele Leute, die nicht wissen, welchen enormen (positiven) Effekt eine Installation dieser Art auf ein Unternehmen haben kann. Um ein Beispiel zu nennen: Der Preis des Pools sinkt derzeit kaum unter 200 € pro MWh und lag teilweise sogar schon über 500 € pro MWh. Demgegenüber liegen die Kosten bei einer Installation in einem Privathaushalt um die 40 € und in der Industrie können sie sogar auf 20 € sinken. „Die geplante Beihilfe für erneuerbare Energien sollte in erster Linie auf die Förderung von F+E und die Schaffung einer starken europäischen Industrie ausgerichtet sein. Andernfalls besteht nicht nur die Gefahr, dass wir von Gas abhängigwerden, sondern auch von Photovoltaik-Panelen“ Standort Spanien

RkJQdWJsaXNoZXIy NjIyODI=