Zeitschrift / Revista Economiía Hispano-Alemana 2022-03

23 economía HISPANO - ALEMANA Nº 3/2022 Sener, Nordex, H2B2 und Iveco España. Es ist auf die Entwicklung innovativer Technologien für die Wasserstoff-Wertschöpfungskette ausgerichtet, um mit Blick auf den Endverbraucher industrielle Abläufe und die Mobilitätsbranche zu entkarbonisieren. Mittels dieser InitiativewerdendieEU-Mitgliedsstaatenbiszu4,5Milliarden Euro aus öffentlichen Geldern bereitstellen, in der Hoffnung, dass weitere 8Milliarden Euro privat investiert werden. Die Einführung dieses Projekts wurde im September durch den Start des IPCEI Hy2Use vervollständigt, mit dem die Europäische Kommission den Startschuss für Spanien und weitere zwölf EU- Ländergab,um5,2MilliardenEuroausöffentlicherHandinForschung und Innovation rundumWasserstoff, dessenNutzung inder Industrie und den Bau von Infrastrukturen für die Wertschöpfungskette von Batterien zu investieren. Unter den 35 Projekten, die von Hy2Use profitieren, befinden sich sieben spanische unter der Leitung von Iberdrola, Repsol, Endesa und EDPEspaña. Innerhalb der spanischen Grenzen bedeutet die Ansage der Gemeinschaftsexekutive unter anderem, dass die Finanzierung von Forschungs- und Anwendungsprojekten in der im Mai in Betrieb genommenen Anlage für grünen Wasserstoff, die Iberdrola in Puertollano (Ciudad Real) unterhält und die europaweit die größte AnlagefürindustrielleNutzungist,gesichertist.DankderInvestitionen in Höhe von 150 Millionen Euro, die sowohl die Wasserstoffanlage als auch eine Photovoltaikanlage einschließen, kann die Anlage mithilfe eines der größten Elektrolysesysteme derWelt 100%grünen Wasserstoff erzeugen. Im Jahr können so bis zu 3 Milliarden Tonnen sauberen Wasserstoffs produziert werden, mit denen die Fabrik der Fertiberia-Gruppe in Puertollano versorgt wird – dadurch können pro Jahr 78.000 Tonnen an CO2-Emissionen eingespart werden. Durch die Nutzung erneuerbarer Energie aus einer integrierten 100-MW- Solaranlagewird das Projekt emissionsfrei sein. Darüber hinaus wurde das Unternehmen unter seinemPräsidenten Ignacio Galán als strategischer Partner der US-amerikanischen Firma Cummins ausgewählt, um in Guadalajara eine der weltweit größten Elektrolyseanalagen der neuesten Generation für die Herstellung von grünem Wasserstoff in Betrieb zu nehmen. Dank Investitionen in Höhe von 50 Millionen Euro können dort Systeme für eine Produktion von 500 MW/Jahr, die sich auf 1 GW/Jahr erweitern lässt, montiert und geprüft werden. Bei der 1. Deutsch-Spanischen Fachkonferenz für grünen Wasserstoff, die die AHK Spanien im Februar veranstaltete, wurde deutlich, dass Spanien innerhalb Europas das Land mit dem größten Potenzial ist, erneuerbaren Wasserstoff zu einem konkurrenzfähigen Preis zu produzieren. Aufgrund seiner geografischen Lage verfügt es gegenüber den übrigen EU- Mitgliedsstaaten über einen Vorteil, da sie es möglich macht,

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