Revista / Zeitschrift Economía Hispano-Alemana 02-2022

40 economía HISPANO - ALEMANA Nº 2/2022 Standort Spanien Wettbewerbsfähigkeit, nicht nur wegen ihrer Auswirkungen auf die Kostenstruktur, sondern auch wegen der Herausforderungen, die durch sie entstehen, beispielsweise im Zusammenhang mit Technologien und Distribution. Aber auch einen weiteren Aspekt dürfen wir nicht vergessen: Unsere Verpflichtung gegenüber der Welt, in der wir leben. In dieser Hinsicht möchte ich voller Stolz betonen, dass Nachhaltigkeit eines unserer wichtigsten Anliegen ist. Wir wissen, dass unsere Lösungen von heute die Welt von morgen bestimmen werden, und deshalb stehen unsere Tätigkeiten im Einklang mit der Agenda 2030 und ihren Zielen für nachhaltige Entwicklung, mit dem europäischen grünen Pakt und mit der Strategie 2050 der EU. Wir haben in diesem Bereich klare und ambitionierte Ziele: Bis 2030 wird Merck Nachhaltigkeit in all seine Wertschöpfungsketten integrieren und 2040 werden wir ein klimaneutrales Unternehmen sein, zehn Jahre früher als von der EU-Strategie vorgesehen. So beziehen unsere Herstellungsanlagen in Spanien, Italien und in der Schweiz ihren Strom zu 100% aus erneuerbaren Quellen. Zum Schluss: Könnten Sie uns einen kleinen Ausblick auf die zukünftigen Meilensteine im Bereich der Life Sciences aus wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Sicht geben? Welche Tendenzen sehen Sie in Spanien und auf globaler Ebene? Die Pandemie hat die wichtige Rolle, die der Sektor der Life Sciences als Motor für die wirtschaftliche und soziale Wiederbelebung des Landes spielt, gestärkt, da er in der Lage war, innovative Lösungen beizusteuern, Arbeitsplätze zu schaffen, umfangreiche Investitionen anzukurbeln und für eine hohe und konsistente Rendite zu sorgen. Im Bereich der Life Sciences und der Gesundheit findet gerade ein Paradigmenwechsel statt, der größtenteils der Anwendung von Big Data und künstlicher Intelligenz (KI) zu verdanken ist. Unter anderem werden die Einführung von KI und die Fokussierung auf Gebiete wie Process Mining für eine fortgeschrittene Datenanalyse, die Optimierung von Abläufen und die Verbesserung von Entscheidungsprozessen sowie das Anlegen, Sammeln, Vermitteln und Verwalten von Daten dazu beitragen, dass wissenschaftliche Entdeckungen beschleunigt, Prozesse vereinfacht und Fortschritte in der individualisierten Medizin gemacht werden. Bei Merck ist ein konkretes Beispiel hierfür Syntropy, ein kollaboratives Projekt, das bei onkologischen Patienten mithilfe künstlicher Intelligenz einen besseren Ansatz erlaubt. w „Im Bereich der Life Sciences und der Gesundheit findet gerade ein Paradigmenwechsel statt, der größtenteils der Anwendung von Big Data und künstlicher Intelligenz (KI) zu verdanken ist.“

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