Revista / Zeitschrift Economía Hispano-Alemana 02-2022

39 economía HISPANO - ALEMANA Nº 2/2022 Moment benötigen. In unserem Land haben wir in dieser Hinsicht noch einen weiten Weg vor uns. Merck Spanien ist einer der herausragenden Arbeitgeber im Bereich der Life Sciences und hängt deshalb besonders von qualifizierten Arbeitskräften ab. Wie fördern Sie die Entwicklung dieser Talente? Bei Merck Spanien setzen wir ganz auf die Schaffung qualifizierter und qualitativ hochwertiger Arbeitsplätze. Als Beispiel möchte ich unsere biotechnologische Herstellungsanlage in Tres Cantos hervorheben, wo über 60% der Angestellten einen Universitätsabschluss und mehr als 10% einen Doktortitel haben. Außerdem wirken sich die von uns geschaffenen Arbeitsplätze positiv und multiplikativ auf die spanischeWirtschaft aus: Jeder Arbeitsplatz bei Merck zieht die Schaffung von 2,9 Arbeitsplätzen in wissenschaftlichen und technologischen Sektoren nach sich, die Teil der Herstellungskette im Bereich der Biotechnologie sind. Gleichwohl wissen wir, dass Synergien und Kollaborationen, die der Entwicklung von Wissen und Talent dienen, für den Fortschritt unabdinglich sind, und deshalb haben wir uns – gemeinsam mit anderen Akteuren – verpflichtet, insbesondere weibliche Talente, wissenschaftliche Exzellenz und STEM- Studiengänge bei den Jugendlichen zu fördern. IndiesemSinne setzenwir imBereichder Aus- undWeiterbildung auf die Entwicklung der Wissenschaftler der Zukunft: Dies geschieht mithilfe von Initiativen wie dem Lehrstuhl für Biotechnologie am CEU, dem Lehrstuhl für Immunologie an der Universität Francisco de Vitoria und dem Lehrstuhl für Individuelle Molekulare Medizin an der UAM. Außerdem haben wir vor kurzem in Zusammenarbeit mit IBM und Tecnun das Programm Smart Health gestartet, um Gesundheitspersonal im Bereich der künstlichen Intelligenz weiterzubilden und so zur digitalen Wende im Gesundheitswesen beizutragen. Dieses Jahr hat die AHK Spanien als Jahresthema Energy4Europe gewählt. Welche Überlegungen ruft dieses Thema bei Ihnen aus unternehmerischer Sicht unmittelbar hervor? Und wie wird bei Merck langfristig über das Thema Energie nachgedacht? Energy4Europe kommt in einem Moment, in dem das Thema Energie als Priorität auf der Europäischen Agenda und auf der Agenda der jeweiligen EU-Mitgliedsstaaten steht. Für uns als Unternehmen ist Energie ein Schlüsselfaktor für unsere Standort Spanien „Bis 2030 wird Merck Nach- haltigkeit in all seineWert- schöpfungsketten integrieren und 2040 werden wir ein klimaneutrales Unternehmen sein, zehn Jahre früher als von der EU-Strategie vorgesehen.“

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