Revista / Zeitschrift Economía Hispano-Alemana 02-2022
23 economía HISPANO - ALEMANA Nº 2/2022 für biomedizinische Forschung. Durch verschiedene Mechanismen soll das PERTE die Lücke zwischen der akademischen Welt und der Industrie schließen, den technologischen Transfer zwischen Firmen, Universitäten, Forschungszentren, Krankenhäusern und Verwaltungen erleichtern und die Entwicklung lokaler Lösungen direkt vor Ort fördern. Für diese Zusammenarbeit setzt sich auch Miguel Fernández Alcalde, Geschäftsführer von Merck in Spanien, ein. Er macht besonders auf die Notwendigkeit einer verstärkten Kooperation unter Firmen aufmerksam: „Wenn die Pandemie eines gezeigt hat, dann ist es, dass wir nicht aus ihr herauskommen, wenn wir nicht mehr miteinander teilen und weniger miteinander konkurrieren.“ Eines der besten Beispiele aus jüngster Zeit, wie diese Kooperation unter Firmen aussehen kann, bieten Pharmaunternehmen wie BioNTech und Pfizer, deren gemeinsame Arbeit nur wenige Monate nach Ausbruch der Pandemie zum ersten Impfstoff gegen Covid 19 geführt hat – ein Meilenstein, der Hoffnungen für die Prävention und Behandlung anderer Krankheiten wie Krebs geweckt hat. In diesem Zusammenhang gewinnen Kooperations- und Innovationsprojekte von Unternehmen wie Bayer enorm an Bedeutung: Der deutsche Konzern stellt in seiner Fabrik in La Felguera (Asturien) seine gesamte Weltproduktion an Acetylsalicylsäure her. Vor kurzem stellte das Unternehmen LifeHub Barcelona vor, eine in seinem Hauptsitz in Sant Joan Despí (Barcelona) angesiedelte Initiative, die es mit ihrer kooperativen Struktur möglich machen wird, das Handeln des lokalen Ökosystems zu vereinen, um den Wandel in Gesundheitswesen und Landwirtschaft voranzutreiben. „Wir sind fest davon überzeugt, dass Kooperation der Motor für Innovation ist. Mit dem LifeHub Barcelona von Bayer wollen wir eine Umgebung für Zusammenarbeit schaffen, an der die wichtigsten Akteure im Bereich der digitalen Therapien und der Transformation in der Agrikultur beteiligt sind; Ziel ist, durchführbare Projekte ausfindig zumachen und zu entwickeln, die zu einer Verbesserung der Lebensqualität beitragen können“, erklärt Bernardo Kanahuati, Geschäftsführer von Bayer in Spanien und Portugal.
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