Revista / Zeitschrift Economía Hispano-Alemana 01-2022
40 economía HISPANO - ALEMANA Nº 1/2022 entstanden sind, laden zum Baden, Entspannen und Verweilen ein. Erreicht werden können diese durch kurze Wanderungen, beispielsweise nach 3,5 Kilometern aus dem Dorf Jerte. Eine andere Möglichkeit ist La Ruta de los Pilones , welche am Informationszentrum des Naturreservates beginnt. Der Weg ist gut beschildert und bietet über drei Kilometer schöne Aussichten auf Wälder, Wasserfälle und Felder. Jede Jahreszeit hat in dieser Region ihren eigenen Charme, weshalb sich eine Reise immer lohnt. Für den Rückweg können Sie entweder die gleiche Route nehmen, oder Sie folgen der Beschilderung der Ruta Garganta de los Infiernos und gehen einen weiteren 13km langen Weg zurück. Malerische Dörfer Wer nach dem Ausflug in die Natur noch ein bisschen durch entzückende Dörfer schlendern möchte, ist in dieser Region genau richtig! ImUmkreisdesValledel Jerteliegeneinigederschönsten Orte Extremaduras. Ein Beispiel hierfür ist unser nächster Stopp: Hervás. Der Ort mit knapp 4.000 Einwohnern ist vor allem für sein beeindruckendes jüdisches Viertel bekannt. Ende des 14. Jahrhundert siedelten sich dort etwa 45 jüdische Familien auf der Suche nach einem sicheren Ort zum Leben an und bildeten eine in der Region einflussreiche jüdische Gemeinschaft. Im Jahre 1492 wurden sie per Alhambra-Dekret gemeinsam mit den anderen Juden aus den Herrschaftsgebieten der Kronen Kastiliens und Aragoniens vertrieben und zur Flucht aus weiten Teilen des heutigen Spaniens gezwungen. Eine gut erhaltene Altstadt und viele Gässchen zeugen von dieser Epoche und laden uns dazu ein, in alte Zeiten abzutauchen. Etwa 40km entfernt liegt die Stadt Plasencia. Sie wurde 1186 durch König Alfonso VIII. offiziell gegründet. In ihr gibt es zum Beispiel die romanische Neue Kathedrale von Plasencia zu bestaunen, die im Jahre 1498 begonnen wurde und eine der versiertesten Kirchen Extremaduras ist. Nach einer langen Baupause wurden die Arbeiten im 18. Jahrhundert wieder aufgenommen, jedoch bis heute nicht beendet. Gemeinsam mit der Alten Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert bildet die Kathedrale den Sitz des Erzbischofs von Plasencia. Da die Stadt früher große Bedeutung und Reichtum hatte, gibt es heute noch viele eindrucksvolle Paläste und Herrenhäuser zu betrachten, wie auch eine teilweise erhaltene Stadtmauer und einen Aquädukt. Kloster St. Hieronymus von Yuste An unserem letzten Halt kommen Geschichtsbegeisterte auf ihre Kosten – im Kloster von Yuste. Von 1556 bis 1558 verbrachte Kaiser Karl der V., der zugleich Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und als Carlos I. König von Spanien war, hier seine letzten Jahre, nachdem er seine Herrschaftsämter abgegeben hatte. Das Klostergelände, auf dem sich auch der kleine Palast Karls des V. befindet, wurde während der Napoleonischen Kriege nahezu vollständig zerstört und später auf Anordnung Francisco Francos wieder aufgebaut. Am Palast ist eine direkte Verbindungstür zwischen dem Schlafgemach Karls des V. zum Altarraum des Klosters angebracht, wodurch der schwer an Gicht erkrankte ehemalige Kaiser von seinem Bett aus an der Messe teilnehmen konnte. Von Dienstag bis Sonntag können sowohl das Kaiserzimmer als auch die gotische Kirche und der Kreuzgang besichtigt werden. w Muralla de Plasencia © Oficina de Turismo de Plasencia Monasterio de San Jerónimo de Yuste © Patrimonio Nacional Panorama N-110 N-110 Jerte Tomavacas Aldeanueva del Camino Cabezuela del Valle EXTREMADURA EXTREMADURA CASTILLA Y LEÓN CASTILLA Y LEÓN N-630 EX- 203 E- 803 Béjar Candelario Plasencia Hervás Jaraíz de la Vera Coacos de Yuste Jarandilla de la Vera N-110 Museo de la Cereza Reserva Natural Garganta de los Infiernos Monasterio de San Jerónimo de Yuste EX-203 EX-203 EX-203 EX-119 EX-119 EX-213 Coacos de Yuste Jaraíz de la Vera Garganta de la Olla Viandar de la Vera Robledillo de la Vera Cuaternos Vega de Mesillas Tejeda de Tiétar Pasarón de la Vera
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