Revista/Zeitschrift Economía Hispano-Alemana 02-2021 | Junio/Juni 2021

26 economía HISPANO - ALEMANA Nº 2/2021 Internacionalización Das spanische multinationale Unternehmen für Energieerzeugung und -versorgung Iberdrola, das auf eine mehr als hundertjährige Geschichte zurückblicken kann und 1992 aus der Fusion von Hidroeléctrica Española und Iberduero hervorging, ist heute in mehr als 40 Ländern tätig und beschäftigt rund 35.000 Mitarbeiter. Gemessen an der Marktkapitalisierung ist Iberdrola der größte Ener- giekonzern in Spanien und international der viertgrößte und gilt als weltweit führend imWindenergiesektor. Seit zwei Jahrzehnten verfolgt das Unternehmen aktiv die Diversifizierung seines Geschäfts, vor allem im Bereich der erneuerbaren Energien, und treibt außerdem intensiv seine Internationalisierung voran. So versorgt der Konzern derzeit fast 100 Millionen Menschen in Spanien und Ländern wie Großbritannien, den USA, Brasilien, Mexiko, Australien, Deutschland, Portugal, Italien und Frankreich. Als Teil dieser starken internationalen Präsenz, so Javier García Pérez, Leiter des internationalen Offshore-Windgeschäfts des Unternehmens, arbeitet Iberdrola nun daran, die Grundlagen für zukünftiges Wachstum zu legen, wobei die Offshore-Wind- technologie in Märkten wie Japan, Taiwan, Polen, Schweden und Irland eine wichtige Rolle spielen wird. „Die Notwendigkeit, den Klimanotstand zu bekämpfen, ist eine große Chance, nicht nur für Iberdrola, sondern für alle Unternehmen in der Industrie. Wir sind verpflichtet, uns neu zu erfinden“, betont er. Mit einer Investition von 1,4 Mrd. Euro markierte der Bau und die anschließende Inbetriebnahme des Offshore-Windparks Wikinger (350 MW) im Nordosten der Insel Rügen im Oktober 2018 den Einstieg von Iberdrola in den Offshore-Windmarkt in Deutschland, wo das Unternehmen auch den Zuschlag für den Bau von zwei weiteren Offshore-Windparks erhielt: Baltic Eagle (476 MW) und Wikinger Süd (10 MW). Sie alle sind Teil des Baltic Sea Hub, des größten Offshore-Windenergiekomplexes in der Ostsee. Das Unternehmen wird laut García Pérez im kommenden September auch an der Auktion zum Bau und Netzanschluss des 300-MW-Offshore-Projekts Windanker in Deutschland teilnehmen. Als führendes Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien mit fast 35.000 MW installierter Leistung ist García Pérez davon überzeugt, dass „die Energiewende entscheidend für die Strukturänderung der Industrie und für die ökologische Re- generation der Wirtschaft und Beschäftigung ist“. Zu diesem Zweck hat Iberdrola kürzlich einen historischen Investitionsplan in Höhe von 150 Milliarden Euro über das nächste Jahrzehnt - 75 Milliarden Euro davon bis 2025 - auf den Weg gebracht, der darauf abzielt, die Kapazität der erneuerbaren Energien zu verdreifachen und die Netzanlagen zu verdoppeln, um die Chancen der Energiewende zu nutzen, einschließlich des grünen Wasserstoffs, „eines Schlüsselvektors für die Dekarbonisierung von schwer zu elektrifizierenden Anwendungen wie Industrie und Schwerlastverkehr“. „DieEnergiewende ist entscheidend fürdie Strukturänderungder Industrieund fürdie ökologischeRegenera- tionderWirtschaftund Beschäftigung“ INTERVIEW MIT JAVIER GARCÍA PÉREZ, LEITER DES INTERNATIONALEN OFFSHORE-WINDGESCHÄFTS VON IBERDROLA

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