Revista/Zeitschrift Economía Hispano-Alemana 02-2021 | Junio/Juni 2021

20 economía HISPANO - ALEMANA Nº 2/2021 künstlicher Intelligenz und Blockchain, Intralogistikingenieure sowie Experten in E-Commerce undMobilität. „Andererseits gesellt sich jetzt zum Mangel an Berufskraftfahrern, der schon seit Jahren die Entwicklung des Transports behindert, auch noch ein Bedarf an Lieferanten und Lagerarbeitern, der dem hohen Aufkommen an E-Commerce geschuldet ist“, heißt es in der Studie. Innovation für eine grüne Logistik Der Gütertransport ist laut Informationen der Internationalen Energieagentur für 10% des globalen CO2-Ausstoßes und 25% des CO2-Ausstoßes in Spanien verantwortlich. Dabei spielt der Transport auf der Straße die größte Rolle, da er 75% der Kohlendioxid-Emissionen verursacht. Diese zu reduzieren ist eine der großen Aufgaben, an denen der Sektor arbeitet, um eine klimaneutrale Zukunft zu erreichen: So wird immer häufiger auf erneuerbare Energien und die Elektrifizierung der Flotten gesetzt, auf den Einsatz von Software zur Optimierung von Lasten und Strecken sowie auf die Entwicklung alternativer Antriebssysteme wie zum Beispiel Wasserstoff. In diesem Zusammenhang stellte die deutsche Firma DB Schenker 2019 den ersten autonomen elektrischen Lastwagen der Welt vor, der unter dem Namen T-Pod schon bald darauf für Handelsdienstleistungen eingesetzt wurde. Vor kurzem investierte das Unternehmen in Volocopter , Frachtdrohnen für die letzteMeile, die schwereres Gepäck als normale Drohnen befördern können. Wegen des unaufhaltsamen Wachstums des E-Commerce stellt dieVerteilung auf der letztenMeile die Branche vor neue Herausforderungen, wenn es darum geht, Verkehrsstaus und den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Zu diesem Zweck hat DHL ein dynamisches Dispatching-System entwickelt, das die Geolokalisierungstechnologie nutzt, um für seine Lieferfahrzeuge die kürzesten Routen zu errechnen und die Effizienz der Lieferungen zu erhöhen. Wie Miguel Borrás, Geschäftsführer von DHL in Spanien, erklärt, ist diese Maßnahme eine von vielen Initiativen zur Verbesserung der Lieferungen in Städten im Rahmen des Investitionsvorhabens von 7 Milliarden Euro, die die Gruppe in Logistiklösungen investierenwill, umbis 2030 klimaneutral zu werden. Dazu gehört auch ein On-Demand-Liefersystem, das es dem Empfänger erlaubt, den Lieferzeitraum sowie den Abholort zu bestimmen. „Durch dieses System können wir Lieferungen gruppieren, fehlgeschlagene Zustellungen reduzieren und so den Treibstoffverbrauch und den CO2- Ausstoß verringern“, so Borrás. Mit dem Ziel, die Umweltbelastung auf der letzten Meile zu reduzieren, wird auch an der Entwicklung eines Netzwerks von Lieferstationenundstädtischen Minihubs fürWarengearbeitet, um das Produkt dem Endverbraucher näherzubringen. Dies unterstreicht der von der Unternehmensberatung Deloitte veröffentlichte Bericht „Logistik auf der letzten Meile: Herausforderungen und Lösungen in Spanien“, demzufolge eine Kombination dieser Faktoren dazu beitragen könnte, dass die CO2-Emissionen um 45%, städtische Verkehrsstaus um 40% und die Logistikkosten in einer Stadt wie Madrid um 20% gesenkt werden. Verkehrsanteile für den Transport von Gütern in Spanien durch Landverkehrsmittel 250.000 200.000 150.000 100.000 50.000 0 Millionen Tonnen km 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 Jahr 2019 5,0% Quelle: Jahresbericht 2020 der Beobachtungsstelle für Transport und Logistik in Spanien Bahn Straße 95,0%

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