Economía Hispano-Alemana 2021-01

48 economía HISPANO - ALEMANA Nº 1/2021 Besichtigung des als Weltkulturerbe erklärten Klosters das Herz aufgehen: Das Gebäude strotzt von außen durch seine Bronzetore, und im Inneren können Sie die beiden Kreuzgänge bestaunen, die im gotischen bzw. Mudéjar-Stil gebaut wurden. Die Sakristei des Klosters enthält fünf Gemälde von Francisco de Zurbarán und auch der Schrein der Heiligen Jungfrau von Guadalupe, der Schutzherrin der Stadt, kann sichmehr als sehen lassen. Es war nicht das einzige Mal, das Kolumbus in Guadalupe weilte. Im Brunnen „Fuente de los Tres Caños“ auf der Plaza de Santa María wurden die ersten Eingeborenen getauft, die er nach seiner zweiten Reise nach Amerika mitgebracht hatte. Medellín Das vierte Ziel unserer Reise führt sie nach Medellín. Nicht etwa nach Kolumbien, sondern in das Medellín der Extremadura, dem Namensgeber der kolumbianischen Stadt und dem Geburtsort von Hernán Cortés, demgroßen Entdecker der aztekischen Kultur und Mexikos. Auch wenn es das Dorf mit seinen 2.000 Einwohnern mit seinem kolumbianischen Gegenüber an Größe nicht aufnehmen kann, so macht dasMedellín der Extremadura dies sicherlichmitseinerFülleanSehenswürdigkeiten wett. Das Juwel der Stadt ist ihre Burg (Castillo de Medellín), die kilometerweit zu sehen ist und im 14. Jahrhundert erbaut wurde. Nur eineGehminute vonder Burg entfernt befindet sichdas äußerst gut erhalteneTeatro Romano, das im1. Jahrhundert v. Chr. errichtet wurde. Mérida Nach einer 30-minütigen Fahrt mit dem Auto erreichen Sie in Mérida die Hauptstadt Extremaduras, die Heimat des Konquistadors Juan Rodríguez Suárez, der im Jahre 1510 geboren wurde. Er gründete die erste städtische Siedlung inVenezuela, die er zu Ehren seiner Heimat „Mérida“ nannte. Highlight der Stadt sind ihre archäologischen Stätten – nichtumsonst ist sieder einzigeOrt Spaniens, der sich als „Historisch- archäologische Stätte“ bezeichnen darf. Das über 2.000 Jahre alte Theater ist Schauplatz des Internationalen Klassischen Theaterfestivals von Mérida, das seit 59 Jahren jedes Jahr stattfindet. Wesentlich brutaler ging es im Amphitheater aus dem Jahr 8 v. Chr. zu, in dem sich tapfere Gladiatoren ihre Kämpfe austrugen. Wenn Sie mehr über die Geschichte der Stadt lernen wollen, besuchen Sie das Nationalmuseum für römische Kunst oder das KulturzentrumAlcazaba. Sollten Sie gegen Ende der „Ruta de los descubridores“ noch einmal Kraft tanken wollen, laden die nur 30 km entfernten antiken Römerthermen zu Erholung und Entspannung ein. Jerez de los Caballeros Beenden wollen wir unsere Reise mit dem Abenteurer, dem diese Route gewidmet wurde. Vasco Núñez de Balboa wurde in Jerez de los Caballeros geboren und war der erste Europäer, der die in seinen Worten „Südsee“ sah – heute besser bekannt als der Pazifische Ozean. Balboa eroberte und regierte verschiedene Territorien im heutigen Panama. Sein Leben war geprägt von Intrigen und Verrat, an denen u.a. Francisco Pizarro beteiligt war, und die zu seinerEnthauptunginPanamaführten. Inseiner Heimatstadt Jerez de losCaballeros wirdermit einer Skulptur geehrt, diedenMomentwiedergibt, alserdie SüdseevomamerikanischenKontinent aussichtete. Ebenfalls zu empfehlen ist die prächtige Kirche San Bartolomé, in deren Innenhof das Taufbecken erhalten ist, in dem er getauft wurde. Sein damaliges Haus wurde in ein Museum umgewandelt, das die ganze Bandbreite an Wissenswertem rund um den Konquistador bietet: Karten, Skizzen und Schiffsmodelle erzählen Ihnen mehr über den berühmtesten Mann der Stadt. Archäologisches Schmuckstück der Gegend sind die vorgeschichtlichen Dolmen von Granja de Torriñuelo. Köstlichkeiten in der neuen, alten Welt Die Extremadura ist ein wahrhaftiges Schlaraffenland für Liebhaber der Gastronomie. Olivenöl, Wein, die von Kolumbus zuerst importierten Paprika, Käse, Lamm, Wild und vor allem der Iberische Schinken – die Liste kulinarischer Besonderheiten könnte man ewig weiterführen. Die gastronomische Bedeutung Extremaduras Panorama Römisches Bauwerk Medellín Römisches Theater Mérida Kirche San Bartolomé in Jerez de los Caballeros - Foto: Pixabay

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