Economía Hispano-Alemana 2021-01

39 economía HISPANO - ALEMANA Nº 1/2021 AHKBarometerSpanien: SteigendeSorgeum Rechtssicherheitund leicht verbesserte Wirtschaftsaussichten unterdendeutschen Unternehmen inSpanien Zum dritten Mal seit Beginn der Pandemie veröffentlichte die Deutsche Handelskammer für Spanien im vergangenen November ihren AHK Barometer Spanien, der auch spezifische Fragen zu Covid-19 beinhaltete. Die Umfrage wurde imRahmen der weltweiten Umfrage «AHK World Business Outlook» des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) durchgeführt. Im Vergleich zur Umfrage von Oktober 2019 sank die Zahl der deutschen Unternehmen, die ihre Situation mit «gut» bewerten, von 46% auf 20%, so dass sich im Oktober 2020 mit 60% überraschend eine mehrheitlich «befriedigende» Bewertung trotz Covid-19 abzeichnete. Von April bis Oktober ist die Zahl der Unternehmen, die eine Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situation erwarten, von 71% auf 26% gesunken. In der Umfrage gewinnen mit 40% Einschätzungen an Raum, die eine mögliche Verbesserung der eigenen Situation sehen. Bei der Frage nach den mittelfristigen Erwartungen bezüglich der spanischen Wirtschaft gehen jedoch ca. 70% der Unternehmen von einer mittelfristigen Verschlechterung der hiesigen Wirtschaft aus, was eine Verbesserung um fast 20 Punkte gegenüber der Einschätzung vom April bedeutet. Hinsichtlich der Investitionen der deutschen Unternehmen in den nächsten zwölf Monaten in Spanien zeichnet sich eine Trendwende ab. Im Vergleich zur April-Umfrage sinkt die Zahl der Unternehmen, die Investitionen reduzieren oder nicht tätigen werden, von 80% auf 50%, und die Zahl der Unternehmen, die ihre Investitionen erhöhen werden, steigt von 5% auf 14%. Auch die Zahl der Unternehmen, die einen Personalabbau planen, sinkt von 42% auf 24%. Die Zahl der Unternehmen, die planen, ihren Personalbestand zu halten oder zu erhöhen, steigt um 12 bzw. 6 Punkte. Gefragt nach den größten Risiken in den nächsten 12 Monaten geben die deutschen Unternehmen mit 85% an, dass die mangelnde Nachfrage ihregrößteSorgedarstellt, gefolgt vondenwirtschaftlichenundpolitischenRahmenbedingungenmit 66%. Hervorzuheben ist nach wie vor die Rechtssicherheit, die innerhalb eines Jahres von 17% auf 37% als Hauptrisiko gestiegen ist. Seit April 2020 berücksichtigt der AHKWorld Business Outlook auch die Konsequenzen der Covid-19 Pandemie. Zu den wichtigsten Folgen für deutsche Unternehmen in Spanien gehören Reisebeschränkungen (81%), gefolgt von einem Nachfragerückgang (64%) und der Absage von Messen (58%). Auf die Frage nach den drei wichtigsten Maßnahmen, die angesichts von Covid-19 ergriffen wurden, heben die Unternehmen zum einen Kostensenkungen und die Streichung von Investitionen hervor und zum anderen das Bemühen, den Digitalisierungsgrad des Unternehmens zu erhöhen. Was die mögliche Erholung von der Krise betrifft, so weisen die Geschäftserwartungen auf das Jahr 2022 und darüber hinaus. Eine Erholung im Jahr 2021 verliert als realistisches Szenario an Kraft und wird nur noch von 14% der Befragten in Erwägung gezogen. Die Mehrheit von 61% sieht 2022 als das Jahr der Erholung.

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