Economía Hispano-Alemana 2021-01

20 economía HISPANO - ALEMANA Nº 1/2021 Die Leute befolgen sämtliche Sicherheitsprotokolle und wollen konsumieren und zu ihrem normalen Tagesgeschehen zurückkehren.“ 70% der Verkäufe von Makro España entfallen auf das Hotel- und Gaststättengewerbe. Geschäftsführer Gries geht davon aus, dass sich die wirtschaftliche Erholung „vor allem in der zweiten Jahreshälfte“ bemerkbar machen und „vom Inlandsverbrauch angetrieben“ werden wird. Währenddessen hat das Unternehmen in Zusammenarbeit mit der Gastronomie seine Palette an Deliver y- und Take-away -Produkten erweitert, deren Konsum im Zuge der Ausgangsbeschränkungen um 40% gestiegen ist. DasWachstumvonLieferdienstleistungen lässt sichauf das sogenannte Cocooning zurückführen. Dabei handelt es sich um das bereits vor der PandemiebeobachteteundletztesJahrdurchdiePräventivmaßnahmen gegen Covid-19 verstärkte Phänomen, dass der Verbraucher immer öfter zu Hause bleibt und sich in sein häusliches Privatleben zurückzieht. „Wir sehen jetzt einenempfindlichen, verletzlichenKäufer, der Garantien und Schutz in seiner unmittelbaren Umgebung sucht. Und dieser Schutzraum ist sein Zuhause, wo er mehr Zeit verbringt, digital verbunden bleibt und denSicherheitsabstand einhält“, stellen die Experten der Unternehmensberatung Nielsen Iberia fest. AusdieserSituationentstehen– trotzeiner Kostenbegrenzungaufgrund der Ungewissheit –Wachstumschancen für Betriebe, die einen Teil ihrer ProduktefürdenGebrauchzuHauseanbieten.DieseErfahrunghatman auch bei STIHL gemacht, dessen weltweites Wachstum sich 2020 dank einer erhöhten Nachfrage nach Gartengeräten zum ersten Mal seit neun Jahren wieder im zweistelligen Bereich befand, darunter 13% in Spanien. Für Bertram Kandziora, Vorstandsvorsitzender der STIHL-Gruppe, steht fest: „Der Grund für diesen Boom liegt darin, dass sich der Garten für viele unserer Kunden in ihren Ferienort verwandelt hat, wo sie mehr Zeit damit verbringen, handwerkliche Projekte auszuführen und den Garten zu pflegen.“ Auf demWeg zueiner neuenArt der Unternehmensführung Informationen des spanischen Statistikamts zufolge blieben ab dem Zeitpunkt der Ausrufung des Alarmzustands 48,8% der Arbeitnehmer zum Arbeiten zu Hause, und das Homeoffice wurde während des Lockdowns zu einer Realität im Alltag vieler Unternehmen. Die „neue Normalität“ brachte ein neues hybrides Arbeitsmodell mit sich, das Anwesenheit an der Geschäftsstelle mit Homeoffice verbindet – und viele sind sicher, dass dieses Modell bleiben wird. „Die Gegenwart hat uns gezeigt, dass Semipräsenz nicht nur möglich ist und dabei weder die Abläufe noch die Ergebnisse des Unternehmens beeinträchtigt, sondern dass sie darüber hinaus den emotionalen Lohn des Arbeitnehmers erhöht“, urteilt David Tajuelo, Geschäftsführer von NFON Iberia. Der Leiter des Anbieters für cloudbasierte PBX-Systeme sieht „eine weltweite Tendenz, eine einzige Schnittstelle für Kommunikation im Unternehmen zu schaffen, die es möglich macht, intern mit den Angestellten zu kommunizieren, mit Kunden und Lieferanten zu sprechen,dieletztenTransaktionenmitKundeninReichweitezuhaben, eine Videokonferenz oder Chat-Unterhaltung zu führen und dabei Dateien zu teilen.“ Abschließend stellt Tajuelo fest: „Der Arbeitsplatz hat sich verändert und ist auf dem bestenWeg, vollkommen mobil zu werden,sodassvonjedembeliebigenOrtausundmit jedembeliebigen Gerät sogearbeitetwerdenkann, alswäreman imBüro.“ Weltwirtschaftlicher Ausblick. Veränderung des BIP gegenüber demVorjahr (%) Quelle: IWF Foto: Iberdrola Welt 2,8 5,5 4,2 -3,5 Vereinigte Staaten 2,2 5,1 2,5 -3,4 Deutschland 0,3 3,5 3,1 -5,4 Brasilien 1,4 3,6 2,6 -4,5 China 6 8,1 5,6 2,3 Frankreich 1,5 4,1 -9 Vereinigtes Königreich 1,4 4,5 5 -10 Italien 0,3 3 3,6 -9,2 Eurozone 1,3 4,2 3,6 -7,2 Spanien 2 4,7 -11 2019 2020 2021 2022 2019 2020 2021 2022 2019 2020 2021 2022 2019 2020 2021 2022 2019 2020 2021 2022 2019 2020 2021 2022 2019 2020 2021 2022 2019 2020 2021 2022 2019 2020 2021 2022 2019 2020 2021 2022 5,9 5,5

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