Revista Economía Hispano-Alemana 03-2020

45 economía HISPANO - ALEMANA Nº 3/2020 dem Zusammenbruch aufgrund des Coronavirus zeigen: ein Umsatzplus von 3,8% in den ersten sieben Monaten dieses Jahres dank der Ankurbelung der Binnennachfrage. Anders stellt sich die Situation im Außenhandel dar, der noch weit vom Vorkrisenniveau entfernt ist, da viele von der Pande- mie stark betroffene Länder ihre Nachfrage nach deutschen Produkten reduziert haben. In diesem Zusammenhang warnt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) davor, dass die Zukunft der deutschen Wirtschaft in hohem Maße von der wirtschaftlichen Erholung der anderen Länder und deren Managementfähigkeiten in Bezug auf die Pandemie abhängt. Wie in früheren Krisen hat die gute Reaktion des deutschen Marktes das Interesse spanischer Unternehmen geweckt, unter denen ein solides Vertrauen in Deutschland als Abnehmer spanischer Produkte und Dienstleistungen besteht. In diesem Sinne hat die Deutsche Handelskammer für Spanien seit April im letzten Jahr eine wachsende Zahl von Anfragen erhalten, die Unterstützung bei Exportprojekten in den deutschen Markt suchen. Die AHK Spanien hat in den letzten Monaten spanische Unternehmen bei Projekten begleitet, die bei potentiellen Ge- schäftspartnern oder Direktkunden in Deutschland großes Interesse geweckt haben, sowohl im Bereich technologischer Produkte und Dienstleistungen als auch im Sektor der Konsumgüter. Ebenso bestätigt der Trend, dass die Probleme in der Versorgungssicherheit und Logistik asiatischer Anbieter deutsche Unternehmen dazu veranlassen, sich zunehmend für geografisch nähere Bezugsquellen zu entscheiden, im Allgemeinen europäische und insbesondere spanische. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang die wichtige Reaktivierung von Direktinvestitionen zur Sicherung oder Vervollständigung der Wertschöpfungskette. Die AHK Spanien unterstützt den Prozess der Identifizierung potenzieller Kandidaten für strategische Partnerschaften mit deutschen und spanischen Unternehmen.

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