Revista Economía Hispano-Alemana 03-2020

27 economía HISPANO - ALEMANA Nº 3/2020 Als Grundlage für das einwandfreie Funktionieren der meisten auf künst- licher Intelligenz basierenden Applikationen gilt ein entsprechender High-Speed-Datenfunk, wie ihn die neuen 5G-Netze (mit ihren geringen Latenzzeiten) bieten. An der Einführung dieser neuen Netze beteiligt sich zurzeit auch imgroßenStil derTelekomkonzernTelefónicamit seinerMar- ke Movistar. Als führendes Unternehmen imBereich Telekommunikation hat Telefónica mit seinen weltweit 114.000 Mitarbeitern über Toch- terunternehmen wie Telefónica Tech oder TelefónicaI+DgroßenAnteil anderWeiterentwicklungvonAnwendungen imBereich IoT, BigData, Cyber- securityundkünstlicher Intelligenz. InSpanienhat dasUnternehmenbereits dieerstePhasedes eigenen5G-Netzes inBetriebundwirdbis Ende2020 damit 75%der Bevölkerung abdecken. Im Jahr 2025 wird die endgültige Ausbaustufe samt den noch nicht erschlossenen 700MHz-Frequenzbän- dernerreicht sein. Christoph Steck verstärkt als Director Public Policy & Internet seit 2013 das Führungsteam von Telefónica und beteiligt sich in dieser Funktion aktiv an den Diskussionen zur Weiterentwicklung der Digitalpolitik und der Internet Governance, d.h. den Regeln, Richtlinien, Standards und Praktiken, diedenglobalenCyberspacebestimmen, unddie auchdurch die aktuelle Entwicklung der KI vor neuenHerausforderungen steht. Herr Steck, die manchmal durchweg etwas fantastisch klingenden Ausblicke, in welchen Bereichen künstliche Intelligenz zukünftig die Kontrolle über unser Leben übernehmen könnte, lassen uns vergessen, dass für die exponentiell steigende Rechenleistung, welche diese KI-Applikationen vor allem remotemäßig abrufen, zunächst die Mobilfunkinfrastruktur hochgerüstet werden muss. Zurzeit gilt die gesamte Anstrengung dem Ausbau des 5G-Netzwerks. Auch hier hat Covid-19, zumindest in Spanien, den Zeitplan etwas durcheinandergebracht. Welche Herausforderungen ergeben sich hierbei für die europäischen Volkswirtschaften und für Spanien im Besonderen? Die beispiellose Schließung der Volkswirtschaften und der Gesellschaften aufgrund der Corona-Pandemie hat eine einzig- artige Situation verursacht, eine wirtschaftliche und gesellschaftliche Krise von historischem Ausmaß. Sie hat die Welt in die schärfste Rezession zu Friedenszeiten seit dem 19. Jahrhundert gestürzt. Der Lockdown hat die Digitalisierung auf schwindelerregende Weise beschleunigt, sodass wir innerhalb weniger Wochen Fort- schritte gemacht haben, die wir unter normalen Umständen erst in fünf Jahren erreicht hätten. Das Büro ist jetzt dank Homeoffice zu Hause eingezogen, Schülerinnen und Schüler lernen von zu Hause aus in ständiger Verbindung zur Schule, Unternehmen ver- kaufen ihre Produkte online und Restaurants liefern das Essen nach Hause. Man könnte sagen: Als die physischeWelt schließen musste, blieb die digitaleWelt nicht nur geöffnet, sondern stützte auf entscheidende Weise unsere Volkswirtschaften ebenso wie unser privates und gesellschaftliches Leben. Der Datenverkehr ist geradezu explodiert: In den spanischen Netzwerken wurden Spitzenwerte von bis zu 45% im Festnetz-Breitband und 25% im mobilen Breitband gemessen

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