Revista CCA 2-2020 web v.22 junio

35 economía HISPANO - ALEMANA Nº 2/2020 Wie María Peña, CEO von ICEX, erklärt, hat der Virus „in aller Welt viele Projekte direkter ausländischer Investitionen zum Stillstand gebracht“, wodurch sich das Vo- lumen des Kapitalflusses Schätzungen der UNCTAD zufolge im Zeitraum 2020-2021 um 30 bis 40 Prozent verringern könnte. Zugleich hält es die Leiterin der Organisa- tion jedoch für wahrscheinlich, dass die durch die Pandemie verursachte Krise trotz ihrer Intensität imWesentlichen von konjunkturellem Charakter ist und dass „mittel- fristig die meisten Investitionen aus dem Ausland wieder aufgenommen werden.“ In diesem Sinne bringt Peña ihr Vertrauen in die wettbewerblichen Stärken des Inves- titionsstandorts Spanien zum Ausdruck, darunter die Entwicklung und Führungsrolle des hiesigen Unternehmensnetzes, die Größe des Marktes, das Humankapital, die Infrastruktur und die Lebensqualität. Dank dieser Faktoren, so Peña, können mehr als 1.800 spanische Firmen auf deutsches Kapital zurückgreifen, und sie haben im vergangenen Jahr dazu beigetragen, dass Spanien mit 813 Projekten imBereich Inno- vation und Technologie als Empfänger von Greenfield -Projekten weltweit an fünfter Stelle steht, europaweit sogar an dritter Stelle nach Großbritannien und Deutschland. „Entscheidungen für direkte Investitionen stehen nicht so sehr unter dem Einfluss von temporären Umständen, so wie wir sie gerade erleben, sondern werden auf- grund anderer wirtschaftlicher Entscheidungen getroffen, die mit der Wettbewerbs- fähigkeit der potenziellen Zielorte für die Investition zu tun haben. Deshalb bin ich vollkommen zuversichtlich, dass neue deutsche Investitionsprojekte in Spanien weitergehen, sobald die aktuelle durch die Pandemie verursachte Unsicherheit überwunden ist“, betont CEO Peña.

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