REVISTA/ZEITSCHRIFT ECONOMÍA HISPANO-ALEMANA 01/2020

21 economía HISPANO - ALEMANA Nº 1/2020 vonweniger als zehnAngestellten stellen Mikrofirmen zwischen 70 und 95 Prozent der Unternehmen in den OECD-Wirtschaften dar. Spanien schloss das Jahr 2019 nach Angaben des Nationalen Statistischen Instituts mit knapp 3,4 Millionen aktiver Firmen ab, wovon mehr als 95% Mikrofirmen sind, die 38% der Arbeitskräfte und 28% des Bruttoinlandsprodukts stellen. In Anbetracht ihres Beitrags zur Gesamtwirtschaft sind sich Experten einig, dass das Entstehen all dieser unternehmerischen Initiativen–besondersderjenigen, diesichderTechnologieverschrie- benhaben – eng mit dem Grad der Dynamik und Innovation einer Volkswirtschaft zusammenhängt. DieRevolutionder Startups Wenn in den letzten Jahren etwas das Unternehmensumfeld verändert hat, dann war es zweifellos der Aufschwung der Startups, also neu gegründeter Technologiefirmen mit hohem Wachstumspotenzial, die aufgrund ihrer Fähigkeit, hohen Mehrwert zu schaffen, als eine der Säulen angesehen werden, auf denen Wirtschaftswachstum, Innovation und Wettbewerbs- fähigkeit der Wirtschaft ruhen. Tech-Unternehmen durchleben zurzeit einen Schlüsselmoment in Spanien. Daten des Statistischen Amtes Eurostat zufolge waren im Jahr 2017 18% der aktiven Firmen mit mehr als zehn Angestellten in Spanien wachstumsstarke Unternehmen im Informations- und Kommunikationssektor. Damit positionierten sie sich vor Großbritannien (16,9%) und Italien (14,9%), auch wenn sie noch nicht das Niveau von Deutschland (18,5%) und Frankreich (18,6%) erreichten. In der spanischen Unternehmenswelt sind überdies sogenannte „Gazellenfirmen“sehrpräsent,damitisteineGruppekleinerBetriebe gemeint, die erst seit weniger als fünf Jahren bestehen, eine hohe Wachstumsrate von mehr als 20% in jedem der letzten drei Jahre aufweisen und mehr als eine halbe Million Euro Umsatz machen. 2016 waren in Spanien 0,9% aller aktiver Firmen Gazellenfirmen, womit der Wert geringfügig über dem von Frankreich (0,7%) und Italien (0,8%) lag. Etwas höher ist der Anteil bei den Unternehmen im Informations- und Kommunikationssektor; hier liegt Spanien mit 1,5%vor Frankreich (1,3%) und Italien (0,5%). Geografische Zersplitterung Im Vergleich zu anderen Volkswirtschaften in der näheren Umgebung charakterisiert sich das unternehmerische Ökosystem in Spanien durch einen hohen Grad der Zersplitterung innerhalb des Landes und steht damit im Gegensatz zu Ländern wie Deutschland, wo sich neu gegründete Firmen auf wenige geografische Standorte – allen voran Berlin – konzentrieren. Der spanische Aktivitätsindex für Unternehmen im Frühstadium (TEA) misst unternehmerische Initiativen in Spanien, die seit weniger als 3,5 Jahren auf dem Markt sind. Zurzeit beträgt ihr Anteil 6,4% und nähert sich stetig dem vor der Krise im Jahr Mit einem Mitarbeiterstab

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