Revista Economía Hispano-Alemana 04-2019

44 economía HISPANO - ALEMANA Nº 4/2019 sich lohnt zu arbeiten – zwei Plätze besser als im Vorjahr. Und die Beratungsfirma Merco, die den Unternehmensruf misst, bewertet uns unter Hochschulabsolventen als eines der 25 attraktivsten Unternehmen in Spanien. Es ist daher nicht verwunderlich, dass 70% aller angehenden Ingenieure und Ingenieurinnen Siemens als innovative technologische Firma ansehen, in der sie bevorzugt ihre berufliche Karriere angehen würden. Dieses Interesse macht uns besonders stolz in einer Zeit, in der die Gesellschaft nach neuen Talenten verlangt, die neue Kompetenzen besitzen und in digitalen Fertigkeiten ausgebildet sind, die kritisch denken und Lösungen für die komplexesten Bedürfnisse unserer Kunden und der Gesellschaft finden können. Deshalb liegt es in unserer Verantwortung, weiterhin Talente anzuziehen, die bei uns Karriere machen können. Im Allgemeinen sind deutsche Unternehmen bei den jungen Talenten gut positioniert, woraus wir schließen können, dass wir unsere Sache wohl gut machen, auch wenn wir noch einen weiten Weg vor uns haben, um weiterhin kreative Talente mit Empathie und einer Ausbildung in neuen Technologien wie Cloud, Big Data oder IoT anzuziehen. In diesem letzten Bereich beabsichtigt Siemens bis 2025 weltweit etwa 25.000 Mitarbeiter einzustellen. Im Rahmen der Innovation Tour 2019 hat Siemens diesen Frühling in den wichtigsten Städten des Landes eine Tour zum Thema der vierten industriellen Revolution veranstaltet. Wie entwickelt sich das Thema der digitalen Fabrik in Spanien und wie sieht es allgemein mit der Zukunft der Industrie 4.0 aus? Gibt es transnationale Initiativenwie die deutsche Plattform4.0 , umeuropäische Standards in diesem Bereich zu fördern? Die Innovation Tour hilft uns, Entscheidungsträgern innerhalb der Unternehmen die neuen Technologien vorzuführen, die die Industrie revolutionieren, sodass sie ihren Widerstand gegen den Wandel aufgeben und auf den digitalen Fortschritt setzen. Wir haben festgestellt, dass es in Spanien Tausende kleiner und mittelständischer Unternehmen gibt, die bereit sind, ihre Abläufe zu digitalisieren, wodurch sie die notwendige Qualität und Größe erreichen könnten, um bessere Finanzierungsbedingungen zu bekommen und ihren Export zu steigern. Dadurch könnten ihre Kunden und Zulieferer mit ihnen wachsen und natürlich würde sich auch ihre Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Was nationale Initiativen angeht, um dem Industrienetz Impulse zu geben, möchte ich besonders die Arbeit des Kongresses für Vernetzte Industrie 4.0 in den letzten drei Jahren hervorheben, einer Initiative des Industrieministeriums, die unter anderem von Siemens Spanien unterstützt wird. Im Mai gewann Cleverpy den piosphere-Preis, den die AHK Spanien an Start-ups vergibt. Die Firma überzeugte mit ihrer Lösung für eine Aufgabe von Siemens aus dem Bereich IoT und Big Data. Ist Ihrer Meinung nach das Geflecht spanischer Start-ups für Ihr Unternehmen interessant?Welche Strategie verfolgt Siemens, um diese Firmen zu fördern? Spanien verfügt über ein attraktives technologisches Ökosystem an Start-ups, das dank der Professionalisierung des Sektors nach und nach die nötige Reife gewonnen hat. Internationale Investoren haben die spanischen Unternehmer bereits auf dem Radar, und auch wenn wir im Bereich der Finanzierung und Ausbildung im Unternehmertum noch einen weitenWeg vor uns haben, so wächst doch das Investitionsvolumen der Start-ups von Jahr zu Jahr. Bei Siemens glauben wir fest daran, in neue Ideen zu investieren, und wir tun dies über Next47 . Dieser Accelerator wurde 2016 gegründet, um die vielversprechendsten bahnbrechenden Ideen zu fördern und die Entwicklung neuer Technologien voranzutreiben. Er wird in den ersten fünf Jahren mit einer Milliarde Euro finanziert und steht Angestellten, Gründern sowie neuen Firmen und etablierten externen Betrieben offen, die Geschäftsideen in strategischen Innovationsbereichen für unser Unternehmen umsetzen wollen. Außerdem arbeiten wir bei öffentlich-privaten Beschleunigungs- projektenmit, die sich zur Aufgabe gemacht haben, die innovativsten Start-ups anzuziehen, zu halten und zu unterstützen. Zum Beispiel sind wir amProgramm Bind 4.0 der baskischen Regierung beteiligt, dessen Ziel es ist, die Unternehmenslandschaft im Bereich der Industrie 4.0 zu fördern. Damit ist ganz offensichtlich, dass wir uns demUnternehmertum gegenüber ebenso verpflichtet fühlen wie der Initiative für den Fortschritt in Richtung eines produktiveren, gefestigteren und dadurch letztlich effizienteren Wachstumsmodells. Wir setzen uns dafür ein, ein fortschrittlicheres, wettbewerbsfähigeres Spanien zu schaffen, dessen Identitätsmerkmale Werte wie Digitalisierung, Innovation und natürlich Nachhaltigkeit sind. Wir identifizieren uns mit dem Bild eines wohlhabenderen und dynamischeren Landes, in demwir entscheidend dazu beitragen, das, was wirklich wichtig ist, wahr zu machen. w „KreativeTalente anziehen, die Empathie besitzen und sichmit neuen Technologien auskennen: Wir haben noch einen weitenWeg vor uns“

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