Revista Economía Hispano-Alemana 04-2019
41 economía HISPANO - ALEMANA Nº 4/2019 Herr López, Siemens Spanien hat in den vergangenen Jahrzehnten erheblich zur Modernisierung der Industrie, Mobilität und Infrastrukturen in Spanien beigetragen. Ihr Unternehmen hat drei Kompetenzzentren in diesem Land, die für die ganze Gruppe weltweit forschen und produzieren. Wie wichtig ist Ihrer Ansicht nach Spanien als Standort für Ihre Gruppe? Nächstes Jahr feiern wir 125 Jahre in Spanien und wir sind sehr stolz darauf, dass wir in dieser Zeit zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in diesem Land beigetragen haben. Zu Beginn des letzten Jahrhunderts baute Siemens die erste elektrische Bergbahn auf denTibidabo in Barcelona und veränderte das Erscheinungsbild von Valladolid mit der Installation der ersten elektrischen Straßenbeleuchtung. Später kamen dann andere Projekte wie der Bau der ersten Straßenbahn auf Mallorca, die Ausstattung mehrerer spanischer Krankenhäuser mit den ersten Röntgengeräten oder die Beleuchtung der Torre Picasso hinzu. In den letzten drei Jahrzehnten hat die Schubkraft von Siemens für die spanische Wirtschaft nicht etwa nachgelassen, sondern ist wieder sehr stark geworden. Eine weltweite Führungsrolle im Bereich der Hochgeschwindigkeit, wichtige Infrastrukturen wie die Energievernetzung mit Frankreich und den Balearen oder die Expansion spanischer Energieunternehmen und ihrer Tochterfirmen in Lateinamerika: All das wäre ohne die Beteiligung von Siemens nicht möglich gewesen. Wir sind von Beginn an immer weiter gewachsen und fühlen uns Spanien gegenüber verpflichtet, wie es auch Ereignisse der letzten Zeit gezeigt haben: Da war vor einigen Jahren die Eröffnung des Forschungs-undEntwicklungszentrumsfürEisenbahnsignaltechnik, danndieFusionunseresWindenergiegeschäftsmitGamesa,aus dem Die 1847 in Berlin als Telegraphen-Bauanstalt von Siemens & Halske gegründete Siemens-Gruppe ist heute in mehr als 190 Ländern präsent und eines der größten Unternehmen der Welt für digitale Technologie sowie Lösungen für Industrie, Energie, intelligente Infrastrukturen, Mobilität und Gesundheit. Die Firma, die 379.000 Personen beschäftigt, erreichte 2018 Verkaufszahlen von 83 Milliarden Euro und erzielte einen Nettogewinn von 6,1 Milliarden Euro. Zu Beginn des Jahres 2019 kündigte Siemens eine komplette Neuorganisation unter dem Programm Vision 2020+ an, dessen Absicht es ist, durch beschleunigtes Wachstum und größere Rentabilität eine Grundlage für die langfristige Wertschöpfung zu schaffen. Hauptziel ist es, sich eine flexiblere und vereinfachte Struktur zu geben und den einzelnen Unternehmen unter der starken Marke Siemens mehr unternehmerische Freiheit einzuräumen, damit sie sich stärker auf ihre jeweiligen Märkte konzentrieren können. Die Geschäftstätigkeit von Siemens in Spanien geht auf das Jahr 1862 und den Verkauf eines Telegrafen zurück. 1985 wurde schließlich in Madrid eine eigene Tochtergesellschaft gegründet. Heute, kurz vor dem 125-jährigen Jubiläum in Spanien, beschäftigt das Unternehmen hier mehr als 3.600 Mitarbeiter (8.500 unter Berücksichtigung von Siemens Gamesa Renewable Energy - SGRE) und verfügt über mehrere Kompetenzzentren für Innovation und Technologieexport. Seit Dezember 2018 ist Miguel Ángel López verantwortlich für Siemens in Spanien und Portugal; zuvor war er 15 Jahre lang in verschiedenen Führungspositionen der Siemens AG tätig. Zugleich ist er Non-Executive Chairman von SGRE, sodass er sich gleich zwei seiner großen Leidenschaften widmen kann: Einerseits der Industrie und der Sogwirkung, die sie in diesem Land ausübt, und andererseits der Energie, insbesondere der erneuerbaren Energie, wegen ihres Potenzials für Wohlstand und Nachhaltigkeit. Und so definiert er sich selbst als „Mann der Industrie mit einer Menge Energie“. Fotos: Siemens
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