Revista CCA 3-2019 calidad media
21 economía HISPANO - ALEMANA Nº 3/2019 der Entwicklung und des Wachs- tums in aller Welt beginnt das Zeitalter der sogenannten linearen Wirtschaft Anzeichen von Schwäche zu zeigen. Der Anstieg des Konsums, den das weltweite Wachstum einer vor allem in den Städten konzentrierten Bevölkerung mit sich gebracht hat, die Erschöpfung der Reserven an bestimmten unverzichtbaren Rohstoffen, die unkontrollierte Erzeugung von Abfallstoffen und deren Auswirkungen auf den Klimawandel: Das alles sind Alarmsignale, die deutlich machen, dass die Tragfähigkeit des aktuellen Modells – produzieren, benutzen und wegwerfen – überdacht werden muss. Diesem linearen Produktionssystem steht ein tiefgreifender Paradigmenwechsel gegenüber: der Entwurf einer zirkulären Wirtschaft, die auf Reduktion, Wiederverwendung und Recycling setzt. Einer der wichtigsten Förderorganismen für dieses neue Produktions- und Verbrauchsmodell, die Stiftung Ellen MacArthur, definiert Kreislaufwirtschaft als bewusst restauratives und regenerierendes System, „das darauf abzielt, dass Produkte, Komponenten und Rohstoffe jederzeit ihre maximale Nutzbarkeit und ihren maximalen Wert behalten, wobei zwischen technischen und biologischen Zyklen unterschieden wird“. „Das aktuelle Wirtschaftssystem kann nicht länger aufrecht- erhalten werden, da es nicht genügend Rohstoffe gibt und es einen nicht vertretbaren ökologischen Fußabdruck hinterlässt. Der Klimawandel ist nur ein Symptom der Krankheit, unter der wir leiden“, erklärt Ángel Fernández, Präsident der Stiftung für Kreislaufwirtschaft. In diesem Zusammenhang, so Fernández, „haben die internationalen Organismen gemerkt, dass wir in einer verschwenderischen Gesellschaft leben, die so tut, als seien die Rohstoffe unendlich und die Natur in der Lage, alle Belastungen einfach so aufzufangen.“ Aus diesemGrund setzten die Vereinten Nationen 2015 die Agenda für nachhaltige Entwicklung bis 2030 in Gang. Diese umfasst 17 universell umzusetzende Ziele, denen die Bemühungen der einzelnen Länder unterliegen, damit bis 2030 eine nachhaltige Welt geschaffen werden kann. Im Sinne dieser Ziele, besonders der Nummer 12 (nachhaltige/r Konsum und Produktion), stellte die Europäische Kommission kaum zwei Monate später ein Maßnahmenpaket und einen Aktionsplan für eine zirkuläre Wirtschaft in Europa vor, auf den sich die Regulierungen in den verschiedenen Mitgliedsstaaten der EU stützen. Dieser Plan sieht insgesamt 54 Maßnahmen vor, deren Umsetzung die Gemeinschaftsexekutive für notwendig hält und die sowohl auf die verschiedenen Phasen im Lebenszyklus von Produkten (Design und Produktion, Konsum, Verwaltung von Abfall und Nutzung von wiederverwendbaren Abfallstoffen durch ihre Wiedereinführung in die Wirtschaft) als auch auf fünf Bereiche, die als prioritär betrachtet werden (Plastikstoffe, Lebensmittelverschwendung, unverzichtbare Rohstoffe, Bau und Abriss, Biomasse und Produkte auf biologischer Basis), Auswirkungen haben. Nach einer langen Phase
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