Economia-Hispano-Alemana-02-2019

45 economía HISPANO - ALEMANA Nº 2/2019 Herr García, die Begriffe Industrie 4.0 und Automation 4.0 kommen ja bekanntlich aus Deutschland. Mit Initiativen wie Industria conectada 4.0 der letzten Regierungen gab es auch in Spanien vermehrte Anstrengungen in diese Richtung. Wie stellt sich diesbezüglich die Situation der Industrie im Land dar? Ist Spanien für die anstehende Revolution gerüstet? Die spanische Industrie verfügt über die notwendige Technologie, umdie Herausforderungen der Industrie 4.0 zumeistern.Wir haben in diesem Bereich Vorreiterunternehmen wie zum Beispiel die Wer- ke imAutomobilsektor, durchdiewir in Europa bei der Fahrzeugpro- duktion an zweiter Stelle stehen. Umauch für die übrigenUnterneh- men den Zugang demokratisieren zu können, ist ein übergreifendes Engagement innerhalb der Firmen notwendig, das heißt: Es muss ein von allen Führungskräften ausgehender Wandel angestoßen werden, damit diese Entwicklung als strategischeMaßnahmewahr- genommen wird, die für das Überleben in der Industrie der Zukunft notwendig ist. Die Industrie steht nicht zumerstenMal vor solch ab- rupten Veränderungen, weshalb zu erwarten ist, dass sich gewisse Entwicklungsmuster wiederholen, so zum Beispiel die Einführung von Industriestandards oder die Sensibilisierung für Themen wie Cybersecurity, umDaten und Arbeitsabläufe zu schützen. Alle wesentlichen Konjunkturbarometer weisen auf eine Abflachung der spanischen Konjunktur hin. Wie bewerten Sie aus der Sicht von Schunk die Entwicklung des Ge- schäftsklimas in Spanien? Teilen Sie die Meinung vieler Experten, dass aus der letzten großen Krise sehr wohl wichtige Lehren gezogen worden sind? Nach mehreren Jahren des Wachstums über dem europäischen Durchschnitt erleben wir derzeit eindeutig eine Abflachung der spanischen Konjunktur. Übertriebener Optimismus und die Erinnerung an die letzte globale Krise lassen unsere Alarmbe- reitschaft steigen, deshalb müssen Investitionen in die Opti- mierung von Arbeitsplätzen erhalten bleiben, um vom Inneren des Unternehmens aus Wert zu schaffen. Die Entwicklung wird mittel- und langfristig positiv sein. Als Weltmarktführer für Greifsysteme ist Schunk auch in Spanien ein gefragter Partner für alle hier produzierenden Unternehmen.Welche wichtigenMeilensteine haben Ihren Markteinstieg in Spanien markiert, und wie sehen die Plä- ne für die kommenden Jahre aus? Die 2001 gegründete SCHUNK Intec S.L.U. hat in Spanien ihr tech- nisches Büro, ihren Kundendienst und ein engmaschiges Netz lokaler technischer Berater aufgebaut, mit deren Hilfe wir in den letzten Jahren durchschnittlich ein zweistelliges Wachstum errei- chen konnten. Die Qualität unserer Produkte sowie ein großarti- ges Mitarbeiterteam haben es uns ermöglicht, nicht nur in kleine und mittelständische Betriebe, sondern auch in große multinati- onale Unternehmen einzusteigen. Wegen dieses ständigen Stre- bens nach Verbesserung setzen wir weiterhin Maßstäbe im Be- reich der Technologie für Greifsysteme und Spanntechnik. Aktuell haben wir unsere Dienstleistungen zweigeteilt, um uns besser spezialisieren zu können und unsere Anstrengungen in den zwei großen Bereichen der von uns vertriebenen Produkte zu verstärken: Gripping Systems und Clamping Technology. SCHUNK setzt auf Industrie 4.0, und das Ergebnis dieser Bemü- hungen lässt sich an den Innovationen ablesen, die wir zu unseren traditionellen Produktlinien im Bereich der Clamping Technology hinzugefügt haben, so zum Beispiel iTendo, eine Variante unserer Werkzeughalter Tendo, in die wir einen Sensor eingebaut haben, ImJahr 1945alsmechanischeWerkstatt inLauffenam Neckar gegründet ist Schunk inden folgendensieben Jahrzehnten zumWeltmarktführer für Greifsysteme und Spanntechnik aufgestiegen. Das Unternehmen beschäftigt heute3.400Mitarbeiter in9Werkenund unterhält 34selbstständige Ländervertretungensowie Vertriebspartner inweiteren50Staaten. Produkteund LösungenvonSchunkfindensichbei allenwichtigen UnternehmendesMaschinen- undAnlagenbaus, der Robotik, AutomatisierungundMontagehandhabung. Dabei umfasst alleindas eigeneGreifsystemprogramm über 4.000 Komponenten. In Spanien und Portugal ist Schunkmit demTochterunternehmenSchunk Intec unter der Geschäftsführung von Javier García Gerpe seit 2001 vertreten.

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