Economia-Hispano-Alemana-02-2019
42 economía HISPANO - ALEMANA Nº 2/2019 Viele verbinden mit der deutschen Küche wenige und zugleich sehr herzhafte Gerichte. Jedoch ist der größte europäische Lebensmittel- und Getränkemarkt weitaus vielfältiger, als die vorherrschenden Kli- schees vermuten lassen. Denn nationale sowie internationale Unternehmen, die in fast allen Teilsegmen- ten der Branche tätig sind, stellen den hiesigen Kunden mehr als 170.000 verschiedene Lebensmittel zur Verfügung. Der Markt ist dabei offen für neue kulturelle sowie kulinarische Einflüsse und Trends und bietet somit Geschäftsmöglichkeiten in vielen Bereichen. Bei Erlösen und Umsatz vorn Im Jahr 2017 stiegen die Gesamterlöse im Lebensmitteleinzelhandel deutlich an und erreichten 243 Milliarden Euro, wobei der Food-Service-Umsatz (78,4 Mrd. EUR) und der Export von verarbeiteten Lebensmitteln (60,1 Mrd. EUR) we- sentliche Umsatztreiber darstellten. Mit einem Produktionswert von 179,6 Milliarden Euro im gleichen Jahr ist die deutsche Lebensmittel- und Getränkeindustrie damit die viertgrößte Branche in Deutschland, wobei der Verkauf von Fleisch- und Wurstwaren (24%), Milchprodukten (15%), Back- (10%) sowie Süßwaren (8%) die wichtigsten Vertriebs- säulen bildeten. Mit mehr als 6.000 Unternehmen und rund 600.000 Beschäftigten ist der kleine und mittlere Unter- nehmenssektor dabei charakteristisch für die Branche. Deutschland als Nettoimporteur Weltweit gesehen ist Deutschland der drittgrößte Exporteur und Importeur von Agrar- und Lebensmittelprodukten. Im Jahr 2016 stiegen die Importe um 3,5% auf 77,1 Milliarden Euro an. Mit einem korrespondierenden Exportvolumen von 67,9 Mrd. EUR ist die Bundesrepublik damit ein Nettoimporteur von Agrar- und Lebensmittelprodukten und somit der wichtigste europäische Markt für ausländische Produzenten. Der Export von Lebensmittel- und Agrarrohstoffen steuerte im Jahr 2017 einen Umsatz von 60,1 Mrd. EUR bei, während ein Drittel aller in Deutschland hergestellten Lebensmittel exportiert wurde (davon rund 79% in andere EU-Mitgliedsstaaten). Dies unterstreicht die deutschen Kon- kurrenzvorteile in Bezug auf Preis und Qualität. Die Lebensmittel- und Getränke- industrie in Deutschland A L E M A N I A | O B S E R V A T O R I O D E M E R C A D O Panorama competitivo La industria alemana de procesamiento de frutas y verduras pue- de considerarse todavía fragmentada y está dominada por em- presas medianas. La situación general de la industria y el empleo es positiva e incluye un número creciente de empresas y emplea- dos. Sin embargo, algunas empresas están entrando lentamente en una fase de consolidación para generar sinergias. Las tiendas de descuentos, en particular, se han beneficiado del crecimiento en las ventas de frutas y verduras frescas. Por el contrario, algu- nos hipermercados específicos perdieron cuota de mercado. Oportunidades Con unas importaciones de fruta fresca de más de 5.000 millones EUR, Alemania es un importante importador neto. El consumo de frutas y verduras frescas en Alemania es muy inferior al de otros países europeos. Las tendencias actuales de consumo incluyen productos precocinados, incluyendo ensaladas de frutas y ver- duras preenvasadas, así como desarrollos de comercio dentro del segmento (por ejemplo, ventas crecientes de uvas sin semilla y productos de comercio justo). El aumento de los precios de mer- cado y la creciente demanda de nuevas frutas y verduras ofrecen a los recién llegados amplias oportunidades para posicionarse en el mercado. w
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