Economia-Hispano-Alemana-02-2019
Die Smart Factory mit End-to-End-Lösungen In der neuen digitalen Fabrik verschmelzen Realität und Vir- tualität: Sie ermöglicht die Verbindung und den Informations- austausch aller Ebenen einer Wertschöpfungskette. Die Fabrik wird zu einem Netzwerk von Akteuren, die ihre be- nötigten Informationen erhalten und optimierte Entscheidun- gen treffen können. Ihre Bausteine sind die cyber-physischen Systeme (CPS), intelligente Produkte mit elektronischen Teilen und eingebetteter Software für die Selbstverwaltung und Konnektivität. Sie sind in der Lage, mit anderen Systemen (M2M) und mit Menschen zu interagieren. Mit ihren Sensoren erfassen sie Informationen über ihre Umgebung, ihre Verwen- dung und ihren Zustand, die dem Hersteller oder Dienstleister zur Verfügung gestellt werden können. Diese Prinzipien gelten auch für die cyber-physischen Produk- tionssysteme (CPPS), die für die Herstellung dieser Produkte verantwortlichen Maschinen, die zusammen die Smart Factory bilden. In der gesamten vernetzten Lieferkette generieren die CPS Positions- und Zustandsdaten, die eine prozessbegleitende Pro- duktidentifikation ermöglichen und Warnmeldungen über poten- zielle Ineffizienzen und Risiken senden. Deutschland, Wiege der Industrie 4.0 Der Begriff Industrie 4.0wurde 2011 imRahmen der Hightech-Stra- tegie der Bundesregierung geprägt, um eine Industrieproduktion zu bezeichnen, in der alle Produkte und Maschinen digital miteinan- der vernetzt sind. Nur zwei Jahre später schlossen sich die Bran- chenverbände zur Plattform Industrie 4.0 zusammen, die heute mehr als 150 Unternehmen und Institutionen vereint, darunter den Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und die Deutschen Industrie- und Handelskammern. Seitdem haben laut dem Bericht „Industrie 4.0“ von Germany Trade and Invest mehr als 65% der deutschen Unternehmen bereits einen Plan zur Nut- zung von Anwendungen im Rahmen von Industrie 4.0 umgesetzt. Nach Angaben der Agentur geht man allein in Deutschland bis 2025 von einem zusätzlichen Wertschöpfungspotenzial von bis zu 425 Milliarden Euro aus. Deutsche Unternehmen investierten im vergangenen Jahr durchschnittlich 5,9% ihres Jahresum- satzes in Anwendungen von Industrie 4.0, Großunternehmen sogar bis zu 7,5%. Dies geht aus dem im Dezember 2018 ver- öffentlichten Bericht „Industrie 4.0: Status Quo und Perspekti- ven“ des Beratungsunternehmens EY hervor, wonach 80% der deutschen Unternehmen planen, ihre Ressourcen für Industrie 4.0 bis 2019 aufzustocken. Eines der Aushängeschilder dieser industriellen Revolution ist die Automobilbranche, die mit einem Umsatz im Jahr 2016 von über 404 Milliarden Euro als eine der Bastionen der deutschen 22 economía HISPANO - ALEMANA Nº 5/2018 - 1/2019 Deutschland: Mehr als jedes zweite Unternehmen setzt auf Industrie 4.0 Welche Bedeutung hat Industrie 4.0 für Ihr Unternehmen? 2018 2019 Wir nutzen bereits spezielle Anwendungen für Industrie 4.0 49% 53% Wir planen den Einsatz spezieller Anwendungen für Industrie 4.0 22% 21% Wir planen derzeit noch nicht den Einsatz spezieller Anwendungen für Industrie 4.0, können uns aber vorstellen , dies in Zukunft zu tun 18% 21% Industrie 4.0 ist und wird kein Thema für uns 9% 3% Quelle: Bericht Bitkom Industrie 4.0 2019 71% 74%
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