Economia-Hispano-Alemana-02-2019

21 economía HISPANO - ALEMANA Nº 2/2019 die Zunahme der mobilen Konnek- tivität und die Verfügbarkeit von mit der Industrie vernetzten Geräten haben zu einer grundlegenden Veränderung des Produk- tionsmodells geführt, das derzeit weltweit die so genannte Vierte Industrielle Revolution durchläuft. Mit dem digitalen Wandel hat die traditionelle Industrie einem vernetzten Ökosystem Platz gemacht, das auf der Integration von Prozessen, Maschinen, Anwendungen und Menschen basiert, um das Management von Lager - und Produktionsprozessen effizienter, schneller und präziser zu gestalten. Die Rede ist von Industrie 4.0, bestehend aus rekonfigurierbaren Produktions- systemen und Werkzeugen, Maschinen, Anlagen und Produkten, die untereinander und mit den Mitarbeitern über verschiedene Mechanismen zur schnellen und effizienten Datenübertragung kommunizieren können. Auf dem Weg zu einem neuen digitalen industriellen Ökosystem Die neue intelligente Fabrik verbindet in einem digitalen Ökosys- tem Industrie- und Informationstechnologien mit der Entwick- lung neuer Organisationsprozesse. Dabei stützt sich die Smart Factory auf eine Reihe von Schlüsseltechnologien, aus deren Verknüpfung dieses Industriemodell hervorgeht. Besondere Bedeutung entfällt dabei auf das Internet der Dinge, das auf Konnektivität und M2M-Kommunikation (Machine-to-Machi- ne) basiert, die Datenanalyse (Big Data), die das Erstellen von Mustern und Vorhersagen erleichtert, sowie Anwendungen und Infrastrukturen, die in der Cloud verfügbar sind (Cloud Computing) und den massiven Datenstrom und die Daten- analyse vereinfachen. Diese wachsende Konnektivität macht es notwendig, die Anlagen mit fortschrittlichen Cybersecu- rity-Systemen auszustatten, um sie vor möglichen Angriffen zu schützen. Eine wesentliche Rolle in diesen digitalen Fabri- ken spielt auch die additive Fertigung, mit der aus virtuellen Modellen dreidimensionale Gegenstände hergestellt werden können. Sie erleichtert zudem das Rapid Prototyping und die Herstellung maßgeschneiderter Produkte. Weiterhin gibt es Systeme, die auf virtueller und erweiterter Rea- lität basieren und Informationen in Echtzeit bereitstellen, damit die Arbeitnehmer bessere Entscheidungen treffen können und die Sicherheit erhöht wird, sowie Systeme der künstlichen In- telligenz in Form von Kobots bzw. kooperativen Robotern, die in der Lage sind, mit Menschen zusammenzuarbeiten. Und als Krönung des Ganzen verbessert der neue drahtlose Breitbandstandard 5G die Verfügbarkeit des Systems bei einer 100-fach höheren Geschwindigkeit im Vergleich zum Vorgänger 4G. „5G wird das zentrale Nervensystem der Fabrik der Zukunft sein“, prognostizierte Andreas Müller, Bosch-Forscher und Prä- sident der 5G Alliance for Connected Industries and Automation (5G-ACIA), auf der letzten Hannover-Messe Anfang April. Disruptive Technologien, Foto: Bosch

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