Revista/Zeitschrift Economia Hispano-Alemana 05-2018/01-2019
44 economía HISPANO - ALEMANA Nº 5/2018 - 1/2019 Unsere Reise beginnen wir ganz im Norden, in Las Hurdes, geprägt von vielen kleinen Dörfern, wo insgesamt nur knapp über 6.000 Menschen zuhause sind. Vor ein paar Jahrzehnten war die Gegend dafür bekannt, sehr arm und unwirtlich zu sein. Heutzutage präsentieren sich Region und die Bewohner jedoch als geheimnisvoll und magisch. Den ankommenden Besuchern bietet sich ein atemberaubender Anblick von Tälern, Schluchten und Wasserfällen. Dazu befinden sich zahlreiche Flussbiegungen und Naturbäder in dem Gebiet, die ebenfalls jede Menge Besucher begeistern. Besonders beliebt ist das sogenannte Meandro de Melero, die Melero-Krümmung, in Caminomorisco. Die Umgebung eignet sich perfekt zumWandern, ist mittlerweile aber auch bei Familien mit Kindern ein beliebtes Ziel und dementsprechend auch mit dem Auto erreichbar. Das blühende Valle del Jerte Etwa 100 Kilometer südöstlich von Las Hurdes befindet sich das Jertetal, das als eines der bekanntesten Täler in Spanien gilt. Diesen Ruf verdankt das Tal einer Frucht: der Kirsche. Das Jertetal zählt mehr als anderthalb Millionen Kirschbäume. Die genaue Blütezeit ist schwer vorauszusagen, jedoch meistens zwischen Mitte März und Ende April. Leider dauert sie nur knapp zwei Wochen. Dann verwandelt sich die Landschaft: weiße Blütenblätter, soweit das Auge reicht. Zudem wird aus gegebenem Anlass eine gut besuchte Reihe von Feierlichkeiten organisiert, wie etwa die Feria del Cerezo en Flor. Das Jertetal hat allerdings viel mehr als nur Kirschen zu bieten. Das Naturschutzgebiet Garganta de los Infiernos, die sogenannte Höllenschlucht, ist ebenfalls ein Blickfang für Naturbegeisterte: Dort bestaunen die Besucher enorme Wasserfälle, Bäche und Schluchten. Vom Centro de Interpretación aus, dem Informationsbüro zwischen Jerte und Cabezuela del Valle, gibt es zwei verschiedene Wanderrouten. Die erste verläuft im Kreis bis zum Wasserfall El Chorrero de la Virgen und ist 16 Kilometer lang. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, eine kürzere Route zu nehmen, und zwar nur bis zum Naturbad Los Pilones. Auch deshalb gilt die Devise: Im späten Frühling und Sommer darf der Badeanzug nicht vergessen werden! Panorama Im westlichen Teil Spaniens, zwischen Portugal und Kastilien gelegen, be- findet sich die Provinz Cáceres. Als Teil der autonomen Gemeinschaft Extre- madura bietet Cáceres wilde Landschaften, beeindruckende Architektur und eine vielseitige Geschichte, vor allem über und von den Eroberern, den eins- tigen und wohl bekanntesten Bewohnern der Region. Und auch die Gastrono- mie verhilft der Provinz zu landesweiter Bekanntheit, wie Economía auf einer Reise durch die Region feststellen konnte. áceres – von Kirschen und Konquistadoren Marta Menéndez
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