Revista CCA 2-2018 calidad media

+info www.gtai.de/Portugal 88 economía HISPANO-ALEMANA Nº 2/2018 Sanierungsprojekten und öffentlichem Tiefbau auch 2018 pro- fitieren. Dabei hängen die öffentlichen Vorhaben stark von EU-Hilfen ab. Der hohe Anteil überfälliger Kredite an dem an private Nicht- finanzunternehmen ausgereichten Kreditvolumen hat bis Ok- tober 2017 auf 14,9 Prozent (Oktober 2016: 16,8 Prozent) ab- genommen. Deutlich geringer ist dieser Anteil bei Exportunternehmen (5,4 Prozent). Kreditwürdige Betriebe können auf günstigere Darlehen und auf Förderungen zurück- greifen. Die Bewilligung von EU-Fördermitteln im Rahmen- programm Portugal 2020 läuft schneller. Portugal führt alle Informationen dazu unter http://www.portugal2020.pt Konsum: Einzelhandel profitiert vom wachsenden pri- vaten Verbrauch Der Staatsverbrauch entwickelt sich mit einer Null vor dem Komma mittelfristig verhalten, dürfte aber der Zentralbank zufolge von stagnierenden 0,1 Prozent im Jahr 2017 auf 0,6 Prozent 2018 zunehmen. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte werden 2018 um real 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr wachsen und danach leicht auf unter 2 Prozent zu- rückfallen. Positiv wirkt sich die sinkende Arbeitslosigkeit aus. Sie lag im Oktober 2017 bei 8,5 Prozent. Grenzen setzen dem Verbrauch die generell niedrigen Löhne und die durch die Inflation (2017: 1,6 Prozent) gebremsten Reallohnzu- wächse. Der Mindestlohn wurde zum 1. Januar 2017 auf mo- natlich 650 Euro (gerechnet in zwölf Monatslöhnen) angeho- ben. Viele Familien müssen sich weiter entschulden und können nur noch sehr wenig sparen. Die Konsumneigung der privaten Haushalte im Verbund mit dem immer noch wachsenden Touristenstrom schlugen sich auch 2017 positiv im Einzelhandel nieder. Preisbereinigt nahmen dessen Umsätze in den ersten drei Quartalen 2017 um über 3,9 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahres- zeitraum zu (Gesamtjahr 2016: +2,7 Prozent). Außenhandel: Deutschland zweitwichtigstes Liefer- land Das Jahr 2017 brachte in den ersten neun Monaten stattli- che nominale Zuwachsraten im Vergleich zum Vorjahres- zeitraum. Die Ausfuhren nahmen um 10,7 Prozent auf 40,9 Milliarden Euro zu. Deutlich zeigte sich hierbei die Erholung der Nachfrage auf wichtigen Drittmärkten. Kräftiger noch stiegen die Einfuhren mit 13,2 Prozent auf 51 Milliarden Euro. Die hohe Dynamik rührte aus dem Außenhandel mit Brennstoffen und Erdöl, der in beide Richtungen um jeweils über ein Drittel zunahm. Deutschland ist drittwichtigster Absatzmarkt nach Spanien und Frankreich, aber nach Spanien zweitwichtigster Bezugs- markt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnten deut- sche Anbieter von Januar bis September 2017 ihre Lieferun- gen nach Portugal um 15,1 Prozent auf fast 7 Milliarden Euro ausbauen. Die Perspektiven bleiben positiv. 1) Waren; 2) vorläufig; von Januar bis September; 3) Januar bis September 2017 zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum Quelle: Eurostat Außenhandel Portugals 1) (in Mio. Euro; Veränderung in %) 2015 2016 2017 2) Veränderung 2017/2016 3) Importe 60.345 61.243 50.950 13,2 Exporte 49.634 50.022 40.943 10,7 Handelsbilanzsaldo 10.711 11.221 10.007 24,9

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