Revista CCA 2-2018 calidad media
Die in diesem Frühjahr durchgeführte AHK-Umfrage zum Geschäftsklima in Spanien zeigt ein überwältigend po- sitives Panorama. So schätzen neun von zehn deutschen Unternehmen die Lage der spanischenWirtschaft als gut oder zufriedenstellend ein und ebenso viele geben an, mit der eigenen Geschäftstätigkeit sehr zufrieden zu sein. Wie verliefen die letzten Geschäftsjahre für TRUMPF in Spanien und teilen Sie diese optimistische Einschätzung? Auch bei TRUMPF merken wir eine deutliche Erholung und positive Stimmung im Sektor der metallverarbeitenden Industrie. Viele unserer Kunden haben in den vergangenen Jahren Inves- titionen getätigt und Maschinen erneuert um wettbewerbsfähig zu bleiben. Auch auf den Industriemessen, die ein wichtiger In- dikator für den Sektor sind, bemerken wir einen großen Zuwachs an Besuchern und potentiellen Neukunden. All dies hat zu einem starken Wachstum von TRUMPF Spanien geführt, unser Umsatz hat sich in den vergangenen Jahren nahezu verdoppelt, die Mitarbeiterzahl ist auf fast 100 Personen angestiegen. Zum Geschäftsjahresabschluss Ende Juni dieses Jahr erwarten wir alleine in Spanien einen Umsatz von beinahe 100 Millionen Euro – ein Rekordjahr für die TRUMPF Maquinaria, welche dieses Jahr ihr dreißigjähriges Bestehen feiert. Wir blicken daher optimistisch auf das kommende Geschäftsjahr und die mittelfristige Entwicklung im spanischen Markt. Mit mehr als 2,8 Millionen Fahrzeugen pro Jahr ist Spa- nien der zweitgrößte Automobilhersteller in Europa, der Sektor zählt bereits heute zu einem der effizientesten auf dem Kontinent. Wie sehen Sie als Werkzeugmaschi- nenhersteller die Entwicklung der spanischen Industrie und in welchen Bereichen sehen Sie noch besondere Wachstumschancen? Die Automobilindustrie ist ein wichtiges Zugpferd der spanischen Wirtschaft und ein Großteil unseres Umsatzes im Bereich La- sertechnologie profitiert von der regen Nachfrage der Zulieferer nach 3D-Schneid- und Schweißanlagen. Mit dem Wandel zur Elektromobilität ändern sich allmählich die Anforderungen, doch die Nachfrage bleibt auf hohem Niveau bestehen. Für unseren Geschäftsbereich Lasertechnik eröffnen sich außerdem interessante Wachstumsmöglichkeiten in Sektoren wie Luft- und Raumfahrt oder Medizintechnik. In beiden Sektoren werden Bauteile mit komplexen Geometrien benötigt, die zudem hohen Anforderungen an Gewicht und Zertifizierung genügen müssen. Solche Teile können dank 3D-Druck-Tech- nologien, auch bekannt als Additive Manufacturing, hergestellt werden. Wie funktioniert dies genau? Durch das Schmelzen von Metallpulver mit dem Laser entstehen Schicht für Schicht äußerst komplexe Bauteile, die mit traditionellen Produkti- onsverfahren kaum herstellbar sind. 51 economía HISPANO-ALEMANA Nº 2/2018 Foto: Trumpf Das Unternehmen Trumpf wurde 1923 als kleine mechanische Werkstätte in Stuttgart gegründet. Mittlerweilemit Sitz imnahegelegenenDitzingen, gehört Trumpf mit rund 12.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 3,1 Milliarden Euro zu den weltweit größten Anbietern vonWerkzeug- maschinen. Im Jahr 2017 setzte Trumpf auf inter- nationaler Ebene mit der Eröffnung seiner smart factory in Chicago ein wichtiges Zeichen als Vorreiter der Industrie 4.0. DieseModellfabrik gilt als eines der erstenVorführzentren, in demnicht mehr dieMaschine imVordergrund steht, sondern der automatisierteTeile- und Informationsfluss einer gesamtenAnlage.Mitmehr als 70operativen Tochtergesellschaften ist die Trumpf Gruppe weltweit in allen wichtigen Märkten vertreten, so auch in Spanien. 1988 wurde hier das Tochter- unternehmenTrumpfMaquinariagegründet, das VertriebundKundendienst für denspanischenMarkt abwickelt. Seit 2015gibt es außerdemeineeigene Filiale inPortugal.
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